Alle Kritiken aus der Reihe Harry Potter

4Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter and the Goblet of Fire)
 5Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter and the Order of the Phoenix)
 6Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter and the Half-Blood Prince)

Alle Berichte zu der Reihe Harry Potter

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Würdige Fortsetzung der Kultreihe mit einem fulminanten Ende.

Harry Potter ist zurück! Kurz nach seiner Rückkehr aus den Sommerferien, wird er schon wieder abgeholt, um den Rest der Ferien im Fuchsbau bei den Weasleys zu verbringen. Abgeholt wird er aber nicht von irgendjemandem, sondern vom Schulleiter Albus Dumbledore persönlich. Dieser macht viele Andeutungen, dass Harry in großer Gefahr sei und im Fuchsbau sicherer die Ferien verbringen könne.
Dass sich Ungewöhnliches tut, erfahren sogar die Muggles aus ihren Zeitungen: Brücken stürzen ein, unaufgeklärte Morde verunsichern die Menschen und starke Hurricanes verwüsten Teile des Landes.
Harry indes stößt in seiner direkten Umgebung auf etwas sehr seltsames: Während er in der Winkelgasse seine Schuleinkäufe tätigt, bemerkt er, dass sein Erzfeind Draco Malfoy einen sehr zwielichtigen Laden betritt und er belauscht dessen Gespräch mit dem Verkäufer. Dessen Sinn wird sich ihm aber erst sehr viel später erschließen.
So geht es in ein neues, sehr ereignisreiches Jahr in Hogwarts, der Schule für Zauberei…

Lange und sehnlichst erwartet, lag er nun gestern in meinem Briefkasten: Harry Potter and the Half-Blood Prince Wie immer haben sich mit ihm viele Erwartungen verknüpft und nachdem Harry Potter and the Order of the Phoenix einige Potter-Leser aufgrund seiner doch sehr anderen Struktur irritiert hat, liefert J.K. Rowling jetzt eine gelungene Mischung aus dem ab, was die ersten vier und den fünften Band stark gemacht hat.
Der rote Faden ist in Harry Potter and the Half-Blood Prince wieder klarer herausgearbeitet, allerdings bleibt die Gefahr immer noch eher latent im Hintergrund, bevor sie einhundert Seiten vor Schluss machtvoll hervorbricht. Allerdings finde ich den ersten Teil ein wenig zu sehr gestreckt und die Atmosphäre scheint bei weitem nicht so gedrückt wie in Band 5, obwohl es die Ereignisse erwarten lassen würden. Aber da es Rowling mal wieder gelingt, das Schloss mit all seinen Einwohnern wunderbar zum Leben zu erwecken, sei ihr dieser kleine Schwachpunkt verziehen.
Harry, Hermine und Ron bilden natürlich wieder den Mittelpunkt von Rowlings Beschreibung des Lebens in Hogwarts und natürlich bleiben auch hier Reibereien und sogar handfeste Streitigkeiten nicht aus. Denn ein Thema beherrscht – neben dem Unterricht und Lord Voldemort – das Leben der drei: die Pubertät. Und ja, Harry bekommt eine Freundin… Wer es ist? Lasst euch überraschen!

Würdige Fortsetzung der Geschichte um Harry Potter mit vielen Überraschungen und viel Lesespaß.

Am Ende des Trimagischen Turniers in Band 4 (Harry Potter und der Feuerkelch) ist der Böse Zauberer Lord Voldemort zurückgekehrt. Doch Harry Potter ist dafür der einzige Augenzeuge und da er in der Zaubererzeitung schon des öfteren als unzuverlässig und halluzinierend dargestellt wurde glauben ihm viele die Geschichte nicht, darunter auch der Zaubereiminister Cornelius Fudge, der nicht wahrhaben möchte, dass die friedliche Zaubererwelt nun wieder von Lord Voldemort erschüttert werden soll. Seinen wichtigsten Fürsprecher hat Harry aber in Albus Dumbledore, Schulleiter der Zaubererschule Hogwarts und einer der größten, lebenden Zauberer. Doch auch ihm glaubt Fudge die Geschichte nicht, er verbietet ihm sogar gegen den auferstandenen Voldemort vorzugehen. So muss Dumbledore, zusammen mit vielen anderen Zauberern, die bereits vor 16 Jahren mit ihm gegen den dunklen Lord gekämpft haben, den Kampf gegen diesen aufnehmen. Dazu gründet er den “Orden des Phönix”.
Nachdem Harry in seinem Heimatort von Dementoren angegriffen wird, flieht er, mit Hilfe des Ordens, in dessen Hauptquartier, wo er die Zeit bis zum Beginn des Schuljahres verbringt.
Als er dann in Hogwarts ankommt merkt er, dass sich einiges verändert hat: Die neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste ist vom Ministerium bestellt und vertritt dessen Interessen, Hagrid ist nicht in Hogwarts und die ZAG-Prüfungen stehen vor der Tür.
Über Allem liegt die Spannung über Voldemorts nächste Aktionen und das Ministerium, das jedes Aufkommen von Gerüchten über dessen Auferstehung unterdrücken will.

Mit Harry Potter an the Order of the Phoenix liegt jetzt also auch endlich der lang erwartete fünfte Teil der Geschichte um den Zaubererschüler Harry Potter vor und Joanne K. Rowling zieht ihre Linie konsequent durch. Das Buch ist düsterer und komplexer als seine Vorgänger und in dieser Form eigentlich kaum noch als Kinderbuch zu bezeichnen.Das liegt vor allem daran, dass die Grundstimmung des Buches erheblich dunkler und bedrückender ist, da über allem nun die manifeste Gefahr Lord Voldemorts schwebt. Aber auch in ihren Beschreibungen von Ereignissen und Zusammenhängen ist Rowling erheblich direkter.

In Harry Potter an the Order of the Phoenix haben Harry und seine Freunde in Hogwarts nun endgültig die Pubertät erreicht. Harry ist launisch wie selten, die ständigen Streitigkeiten zwischen Hermine und Ron werden noch auffälliger und, wie es Gerüchte vorher ja schon andeuten, hat Harry seine erste “engere” Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht, die aber nicht so verläuft, wie er es gerne gehabt hätte. Dadurch wirkt Harry Potter an the Order of the Phoenix oftmals eher wie die Geschichte eines Jungen der erwachsen wird und die Zaubererhandlung tritt ein wenig in den Hintergrund. Dies tut zwar den bisher eher “zu guten” Figuren Harry, Sirius und James Potter sehr gut, sorgt aber auch für einige Längen in der Handlung. Über die sieht man aber aufgrund Joanne K. Rowlings wirklichen guten Schreibstils gerne hinweg.
Überhaupt hat Joanne K. Rowling sich mit diesem Buch sprachlich selbst übertroffen. Es wimmelt nur so von Anspielungen auf Realpolitik, schönen Formulierungen, spitzen Dialogen und unvergesslichen Szenen

Nun aber auch zum größten Kritikpunkt an Harry Potter an the Order of the Phoenix. Im Gegensatz zu allen vorherigen Bänden gibt es hier keinen so deutlichen roten Faden der die Handlung zusammenhält und den Leser durch die Story führt. Dadurch sind Spannungsbögen immer nur sehr kurz und der Roman wirkt oft eher wie eine logisch konsistente Anreihung von spannenden Passagen. Manche Kapitel scheinen wirklich nur als Übergang zu dienen um zu einem neuen Höhepunkt hinzuführen. Da diese jedoch auch gut geschrieben sind, fällt das weniger ins Gewicht.

Ein fesselndes und einfach nur verdammt gutes Buch. Und die nächsten Bände sollen noch besser werden!

In den Sommerferien vor Harrys viertem Schuljahr in der Zauberschule Hogwarts findet in England ein Großereignis für Zauberer aus aller Welt statt: die Quidditch-Weltmeisterschaft. Hierzu wird Harry von seinem besten Freund Ron Weasley, dessen Vater im Zauberei-Ministerium arbeitet, eingeladen. Zusammen mit Rons Geschwistern und ihrer Freundin Hermine Granger besuchen sie dann auch das Finale Irland gegen Bulgarien. Kurz nach dem Spiel ereignet sich ein Zwischenfall, der bereits auf das hindeutet, was die drei Hogwarts-Schüler in ihrem neuen Schuljahr erwartet: Das Zeichen Voldemorts erscheint am Nachthimmel.
Zu Beginn des neuen Schuljahres überrascht der Schulleiter Dumbledore die Schüler von Hogwarts mit der Ankündigung eines trimagischen Turniers. In diesem traditionellen Turnier treten die besten Schüler der drei europäischen Zauberschulen gegeneinander an und ermitteln ihren Champion. Unter mysteriösen Umständen gelangt auch Harry in das Turnier und muss sich waghalsigen Aufgaben stellen. Zum Ende des Turniers muss sich Harry dann mit dem stärksten aller Gegner messen…

Mit ihrem vierten, und bisher dicksten, Harry Potter Buch stellt Joanne K. Rowling ihre bisherigen Romane über den Zauberschüler weit in den Schatten. Ihr gelingt es, die Welt in Hogwarts für den Leser zum Lesen zu erwecken und entführt ihn in das Schloss.
Wenn man einmal eingetaucht ist, wird es sehr schwierig, wieder in die echte Welt zurückzufinden und das Buch aus der Hand zu legen. Ich jedenfalls habe die knapp 770 Seiten an einem Tag gelesen.
Im Vergleich zu den vorherigen Bänden ist der vierte Harry Potter wesentlich düsterer und kaum noch als Lektüre für 10-Jährige geeignet. Die Abenteuer, die die Helden durchleben, sind spannend wie nie zuvor, und die Bedrohung durch Lord Voldemort wird plastischer und eindringlicher geschildert als in den bisherigen Bänden.
J.K. Rowling wird ihrem Anspruch, mit den Lesern zu wachsen, gerecht, und wenn die nächsten Bücher noch düsterer werden, könnte es schwer für Rowling werden, diese noch als Jugendbücher zu verkaufen.
Für einen Einstieg in die Harry Potter Welt ist Harry Potter und der Feuerkelch aber wenig geeignet, da schon viele Grundkenntnisse vorausgesetzt werden. Wer also immer noch nicht dem Potter Fieber erlegen ist, aber nun doch einmal reinschnuppern möchte, sollte bei Band 1 anfangen, auch wenn dieser an einigen Stellen schon ausverkauft ist. Die englische oder amerikanische Ausgabe dürfte bei den Online-Buchhändlern aber noch zu finden sein.
Auch wenn Harry Potter ursprünglich als Kinderbuch geplant war, sind die Bücher auch für Erwachsene sehr gut zu lesen und machen einfach Spaß.