Alle Kritiken aus der Reihe Die Chroniken von Deverry

1Der Wanderer von Deverry (Daggerspell)
 2Die Ausgestoßenen von Deverry (Darkspell)
 3Dämmerung über Deverry (The Bristling Wood)
 4Der Magier von Deverry (The Dragon Revenant)
 5Zeit der Verbannung (A Time of Exile)
 6Zeit der Omen (A Time of Omens)

Alle Berichte zu der Reihe Die Chroniken von Deverry

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Deverry Fans werden den Band eh' schon besitzen, und für alle anderen Fantasy Leser gilt: Die ersten sechs Bände kaufen, eine Woche Urlaub nehmen und abtauchen in einen genialen Fantasy-Zyklus.

Als Rhodry den Thron von Aberwyn übernahm, erhielt er einen mysteriösen Ring mit eingearbeiteten Rosen. Diesen Ring fordert nun eine mysteriöse Frau für sich. Rhodry muss wieder in den Westen fliehen. Auf seinem Wege begegnet er Yraen und Carramaene, deren Wyrd mit dem seinen eng verflochten ist.
Jill versucht unterdessen auf einer Insel weit südlich von Bardek Abkömmlinge von vor den Horden geflohenen Elfen zu finden. Von ihnen hofft sie Hinweise auf die Bedeutung der Inschrift des Rosenringes zu bekommen.
Im Jahre 843 droht ein Bürgerkrieg, da der König ohne Erben verstorben ist. Maryn hat einen erblichen Anspruch auf den Thron und muss nun Deverry erreichen, um sein Amt anzutreten.

Mit Zeit der Omen schreibt Kerr ein weiteres Kapitel in der Geschichte Deverrys. Das ihr dies wieder in überragender Weise gelungen ist, muss ich wohl gar nicht erst erwähnen.
Ihre Charaktere sind lebendig und glaubwürdig. Es scheint keine Seite zu geben, die unwichtige Informationen enthält, und man liest und liest und liest ohne aufhören zu können.

Würdige Fortsetzung eines verdammt guten Zyklus'.

1096: Nevyn hat sein Ziel erreicht. Rhodry ist an der Macht und Jill folgt dem Dweomer. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Es tauchen Gerüchte über eine elfische Herkunft Rhodrys auf. Er flieht in das Elfenland und überläßt seinem Sohn das Amt.

Nur eine kurze Inhaltsangabe, aber das soll nicht von den Qualitäten des Buches ablenken. Nachdem der Handlungsstrang um Nevyn und Jill (Brangwen, Gweniver…) abgeschlossen ist, stürzt sich Katharine Kerr auf das Schicksal Rhodrys. Sie führt die Geschichte ihres Reiches Deverry fort und schreibt eine weitere faszinierende Geschichtslektion für den Leser der Reihe. Dabei beschreibt sie nicht nur die aktuelle Handlung, sondern begibt sich auch wieder in die Vergangenheit und füllt so eine weitere Lücke.

Katharine Kerr hat es endlich geschafft, mir 6 Punkte abzuringen. Ein super Buch.

Der Magier von Deverry ist der vierte Teil der epischen Saga von Katharine Kerr um das Königreich Deverry.
Der Halbelf Rhodry, einziger Erbe für das Rhan Aberwyn, ist nach Bardek entführt worden. Jill und sein Bruder Salamander folgen ihm in das entfernte Land, da nur durch ihn ein blutiger Nachfolgekrieg verhindert werden kann. Sie geben sich als Jahrmarktzauberer aus und folgen seiner Spur, die sich quer durch Bardek zieht, da Rhodry mehrfach als Slave verkauft wurde.
Da ihm Rhodrys Rettung zu lange dauert entschließt auch Nevyn, nach Bardek überzusetzen, um bei der Such zu helfen. Damit läuft er jedoch genau in die Falle, die ihm sein Erzfeind, mit Rhodry als Köder, stellen wollte. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Das Buch unterscheidet sich von seinen Vorgängern darin, dass es sich auf eine Handlungsebene beschränkt und nicht verschiedene Zeitebenen behandelt. Das macht den Roman wesentlich flüssiger lesbar und erhöht auch die Spannung enorm. Zudem senkt es den Verwirrungsfaktor, der doch sehr groß ist, wenn eine Person in verschiedenen Ebenen verschiedene Namen besitzt. Ansonsten ist das Buch wieder im altbewährten Stil geschrieben.

Die Chroniken von Deverry werden von Buch zu Buch besser.

Mit Dämmerung über Deverry liegt mir nun der dritte Band der Chroniken von Deverry vor. In ihm wird die Geschichte um Jill, Nevyn und Rhodry weitererzählt. In einer Nebenhandlung auf einer anderen Zeitebene erfahren wir nebenbei noch etwas über die Entstehungsgeschichte der Silberdolche, der Söldnertruppe Deverrys.

Mit diesem Band liegt meiner Meinung nach das bisherige Highlight der Serie vor. Das Buch ist wesentlich flüssiger zu lesen und verfügt, vielleicht, gerade deswegen über mehr Spannungselemente und ermöglicht eine bessere Identifikation mit den handelnden Figuren. Trotzdem möchte ich dem Buch noch keine 6 Punkte geben, sondern bleibe bei 5, denn vielleicht ist ja noch eine Steigerung möglich.

Das zweite Buch der Chroniken von Deverry verfügt über ganz ähnliche, sowohl im Positiven, wie auch im Negativen, Kritikpunkte wie Der Wanderer von Deverry und setzt die Serie damit konsequent fort.

Sehr vielversprechender Beginn eines großen Fantasy-Zyklus'.

Selbst eine kurze Beschreibung der Handlung des Romans würde den Rahmen dieser Kritik sprengen, aber so viel kann ich sagen: In dem Königreich Deverry lebt der Dweomermann (eine Art Magier) Nevyn, der ein Gelübde abgelegt hat eine Frau ihrer wahren Bestimmung, dem Dweomer, zuzuführen. Deshalb streift er durch das Reich um die Inkarnation dieser toten Frau zu finden. Als er sie findet, geraten sie in einen für das ganze Reich gefährlichen Dweomer-Krieg.

Dies ist jedoch nur die grobe Haupthandlung. In vielen Nebenhandlungen und verschiedenen Zeiten erklärt Kathrine Kerr einige Zusammenhänge der Geschichte. Den Kernpunkt bildet hierbei der Dweomer, die Magie in Deverry, die auch die Wiedergeburt begründet, und das Wyrd, das einem Menschen zugeteilte Schicksal.

Mit Die Wanderer von Deverry liegt mir nun der erste Teil der Chroniken von Deverry vor. Da es sich bei diesem Buch nur um den Anfang eines langen Zyklusses handelt, fällt es mir relativ schwer es gesondert zu bewerten. Jedoch macht schon dieser Roman klar, wie sehr es Kathrine Kerr versteht, die von ihr geschaffene Welt zu beleben. Die Charaktere wirken von Anfang an glaubwürdig und man fühlt sich sofort in die Welt von Deverry hineinversetzt. Hierbei bereiteten mir aber zu Beginn die etwas seltsam (eben Keltisch) anmutenden Namen leichtere Schwierigkeiten. Vor allem, da viele Personen in diesem Roman mit drei verschiedenen Namen und in drei verschiedenen Konstellationen auftreten. So ist es ab und an nötig, im Anhang auf die Namenstabelle zurückzugreifen. Im Anhang findet sich auch ein Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe aus Deverry erläutert sind. Auch dieses Glossar zeigt, wie viel Mühe sich Kerr mit ihrer Welt gemacht hat. Man würde ihr nämlich glatt abnehmen, dass es solch eine Welt wirklich gibt.
Dieses Buch ist wirklich gut und hat mir, obwohl ich eher Science Fiction Leser bin, äußerst gut gefallen. Als Kritikpunkt meinerseits ist nur anzumerken, dass mir die Kapitel teilweise zu lang gewesen sind und ich damit in gewisser Weise zu weiterlesen gedrängt wurde, was aber nicht immer unangenehm war.