Alle Kritiken aus der Reihe Das Marsprojekt

1Das ferne Leuchten

Alle Berichte zu der Reihe Das Marsprojekt

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Das ferne Leuchten

, Teil 1

(Bastei Lübbe 2004, 297 Seiten, 9783404243327)

  • TKKG im Weltall
  • Spannende Geschichte mit Anspruch (auch für Erwachsene)
  • Etwas oberflächliche Charaktere
  • Handlung zum Ende hin etwas unlogisch

Da es wohl noch bis zum Herbst dauert, bis endlich der neue Roman von Andreas Eschbach erscheint, habe ich mir jetzt einfach mal seine Jugenbuchreihe Das Marsprojekt vorgenommen.

Deren erster Band Das blaue Leuchten handelt von den vier Jugendlichen, die auf einer irdischen Marssiedlung geboren wurden und aufgewachsen sind. Der staubige und kahle Planet ist ihre einzige Heimat und so sind sie erschüttert, als eine Nachricht von der Erde verkündet, die Siedlung werde geschlossen und die Sieder müssten zu Erde zurückkehren. Die Kinder wollen den Verlust ihrer Heimat jedoch nicht hinnehmen und versuchen, die Schließung mit allen Mitteln zu verhindern. Als dann klar wird, dass eine von ihnen, Elinn, auf der Erde nicht überleben könnte, setzen sie alles auf eine Karte.

Das blaue Leuchen scheint nicht nur auf den ersten Blick ein wenig wie TKKG im Weltraum: Die vier Jugendlichen wollen sich nicht wie die Erwachsenen in ihr Schicksal ergeben, sondern ermitteln die Hintergründe der Schließung der Siedlung und versuchen sie mit allen Mitteln zu verhindern. Während sich der ferne Gegner in der Figur des Stationsvorstehers materialisiert, stehen ihnen andere Erwachsene wie ein irdischer Journalist, ein Medizin-Nobelpreisträger und der Stationsarzt helfend zur Seite.

Die Erzählung ist, wie von Eschbach nicht anders gewohnt, stringent und schnell. Dabei vergisst er aber nicht, der Handlung auch Anspruch und eine gewisse Tiefe zu verpassen. Leider bleibt die Schilderung der Figuren – ihrer Gefühle und Gedanken – ein wenig auf der Strecke. Untypischerweise wird auch die Handlung gegen Ende des Romans ein wenig unlogisch, hier hätte ich mir mehr Feinschliff gewünscht.

Im Fantasy-Genre kann man sich heutzutage vor Büchern kaum retten, die für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen geeignet sind. Aber auch in der Science-Fiction gibt es solche Romane, und ein paar besonders gute möchte ich an dieser Stelle vorstellen

New World von Patrick Ness

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Auf dem Planeten “New World” ist nichts normal: Jeder hier ist ein Gedankenleser und so ist die Welt erfüllt von dem Rauschen der Gedanken um einen herum. In der kleinen Stadt Prentisstown lebt hier der fast dreizehnjährige Todd als einziges Kind. Kurz vor seinem Geburtstag, an dem er offiziell zum Mann würde, muss er jedoch vor dem Bürgermeister der Stadt Prentiss fliehen. Auf seiner Flucht begegnet er Viola und entdeckt nach und nach die Geheimnisse seiner Heimat.

Ich habe bisher den ersten Band dieser Reihe gelesen und war äußerst positiv angetan. Die Geschichte ist spannend erzählt und in meinen Augen auf jeden Fall jugendgerecht. Die Erzählweise im ersten Band ist gut gewählt  aber etwas ungewöhnlich und könnte daher Jugendlichen den Einstieg ein wenig erschweren. Auch für Erwachsene auf jeden Fall einen Blick wert.

Das Marsprojekt von Andreas Eschbach

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Ariana, Carl, Elinn und Ronny sind die vier ersten “Marskinder”. Sie sind die erste auf dem roten Planeten geborene Generation. Doch dann gerät ihre Heimat in Gefahr, weil die Besiedlung plötzlich infrage gestellt wird. In ihrem Kampf um ihre Heimat werden sie von einem Computer unterstützt und entdecken, dass der Mars in größerer Gefahr ist, als sie ahnen.

Ich muss gestehen, dass ich noch keinen Roman von Das Marsprojekt gelesen habe, aber da ich ein absoluter Fan von Andreas Eschbach bin, habe ich keinen Zweifel, dass auch diese Bücher von ihm absolut lesenswert sind.

Die Tribute von Panem von Suzanne Collins

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Nachdem Nordamerika weitestgehend zerstört wurde, ist aus den Trümmern das Land Panem entstanden. Es besteht aus 13 Distrikten, die von einer Zentralregierung beherrscht werden. Der Aufstand eines der Distrikte wird vom tyrannischen “Kapitol” brutal niedergeschlagen und der Distrikt vollständig zerstört. Als Mahnung an die Zukunft werden die „Hungerspiele“ eingeführt.

Auch diese Reihe habe ich (noch) nicht gelesen, meine Freundin hat die Bücher aber über Weihnachten in einem Happs verschlungen und war absolut begeistert. Auch auf anderen Blogs und bei Twitter finden sich fast ausnahmslos begeisterte Stimmen. Die Reihe steht daher auch schon auf meinem Lesezettel.