Alle Kritiken aus der Reihe Armageddon-Zyklus

4Der Neutronium-Alchemist (The Neutronium Alchmist, Part 2)
 5Die Besessenen (The Naked God, Part 1)
 6Der nackte Gott (The Naked God, Part 2)

Alle Berichte zu der Reihe Armageddon-Zyklus

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Der nackte Gott (The Naked God, Part 2)

, Teil 6

(Bastei Lübbe 2001, 1070 Seiten, 978-3-404-23234-5)

Mal wieder sehr gute Science-Fiction. Die Auflösung des Zyklus bleibt jedoch hinter meinen Erwartungen zurück.

Das war’s. Irgendwas um die 6000 Seiten in sechs Büchern aus Hamiltons Armageddon-Zyklus liegen hinter mir. Und ich muss sagen, dass sich der Marathon durch diese Reihe voll und ganz gelohnt hat. Nachdem ich die ersten beiden Bände schon relativ bald nach dem Erscheinen gelesen habe, kam danach eine längere Pause, sodass ich vor knapp zwei Jahren oder so noch mal von vorne angefangen habe und mich jetzt relativ zügig durch die sechs Bände gelesen habe. Zum Inhalt kann und will ich an dieser Stelle nichts sagen, da jede Zusammenfassung denen, die die Bücher noch nicht gelesen haben ohnehin nichts sagen würde, und denen, die noch nicht durch den Zyklus sind, einiges an Spannung nehmen könnte. Es geht aber natürlich wieder um die Besessenen, Joshua Calvert, Louise Cavanagh und Quinn Dexter. Man erfährt zudem so einiges über unsere Erde und natürlich den schlafenden Gott.

Wie schon die fünf Vorgängerbände, hat mir auch Der nackte Gott sehr gut gefallen. Neben den üblichen Stärken von Hamiltons Büchern, wie einer sehr glaubwürdigen Welt und äußerst spannenden Charakteren, rückt hier das zentrale Thema des gesamten Zyklus, der Umgang mit dem Tod, noch weiter in den Vordergrund. Leider nutzt Hamilton dies nicht in erster Linie, um spannende Gedanken und Denkanstöße zu präsentieren, sondern spielt lieber ein wenig mit der Physik, um eindrucksvolle Phänomene zu erschaffen, was ich etwas enttäuschend fand. Auch kommt das Ende irgendwie etwas plötzlich, denn hundert Seiten vor Schluss kam bei mir noch nicht der Eindruck auf, dass sich diese lange Geschichte einem Ende nähert. Aber wer sich durch die ersten Bücher dieses Zyklus gelesen hat, für den muss auf jeden Fall auch das sechste und letzte auf dem Zettel stehen.

Eine dringende Leseempfehlung für das Buch für die, die gerade an dieser Stelle im !z-Armageddon-Zyklus-z! angekommen sind und eine Empfehlung für die ganze Reihe für alle Anderen.

Da ich nach dem Follett vor zwei Wochen immer noch Lust auf dicke Bücher hatte, hab ich mir dann gleich mal Teil fünf von Hamiltons Armageddon-Zyklus vorgenommen. In Die Besessenen setzt Hamilton wie immer die Geschichte um die Invasion der toten Seelen fort. So startet eine gewaltige Befreiungsaktion auf dem Planeten Mortonridge und die von Norfolk geflohene Louise Kavanagh verfolgt die Spur von Quinn Dexter bis in das heimische Sonnensystem. Wem all die Namen und Orte nichts sagen und wer sich auch nur im geringsten für großangelegte Space-Operas interessiert, der sollte schauen, ob er nicht eine Woche freibekommt, sich im Buchladen seines Vertrauens die sieben Bände des Armageddon-Zyklus bestellen und dann nur noch lesen, lesen, lesen.

Erster Satz: “Jay Hilton schlief tief und fest, als unvermittelt jede einzelne elektrophosphoreszierende Zelle in der pädiatrischen Abteilung in maximaler Intensität aufleuchtete.”

Die Besessenen ist also ein weiterer typischer Roman der Serie und ein würdiger noch dazu. Wir treffen die altbekannten und fein ausgearbeiteten Charaktere, die komplexen politischen Verwicklungen zwischen den unterschiedlichen Menschenfraktionen und die Bedrohung durch die Seelen der Toten. Diesmal nimmt uns Hamilton aber auch mit auf die Erde und gibt uns einen guten Einblick auf unseren durch Naturgewalten fast unbewohnbaren Planeten, dessen Einwohner nur in hochtechnisierten Arkologien überleben können und auch über die neuralen Nanoniken gibt es einiges zu erfahren.

Eine dringende Leseempfehlung für das Buch für die, die gerade an dieser Stelle im Armageddon-Zyklus angekommen sind und eine Empfehlung für die ganze Reihe für alle Anderen.

Pflichtlektüre für Freunde epischer Space Operas.

Während ich in Berlin auf einer Konferenz war, ging es in meinem aktuellen Buch mal wieder in die Welt von Peter F Hamiltons Armageddon-Zyklus. Im vierten Band Der Neutronium-Alchemist machen sich Joshua Calvert, verschiedene Geheimdienste und die Organisation Al Capones auf die Suche nach der mächtigsten Waffe des bekannten Universums: Dem Alchimisten, den Alkad Mzu entworfen hat, um ihren Heimatplaneten Garissa vor der Zerstörung zu bewahren. Ihre Flotte strandete jedoch und der Alchemist wurde auf eine Reise geschickt, so dass er erst nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Planeten Omuta wiedergefunden werden kann. Durch seine Kraft, ganze Planeten oder Sonnen zu zerstören ist er unter allen, die von ihm wissen, gefürchtet und jede Macht hat ein Auge auf ihn geworfen. So beginnt eine Verfolgungs- und Schnitzeljagd, die den Konflikt zwischen den Menschen und den Besessenen entscheiden könnte.

Der vierte Band der Serie (zumindest in der deutschen Ausgabe, in der englischen entspricht dieser 900 Seiten Wälzer dem zweiten Teil des zweiten Bandes) hat alles, was auch die ersten drei Bände ausgezeichnet hat: spannende Handlung, glaubwürdige Charaktere und eine unglaublich komplexe Welt. Hamilton konfrontiert den Leser dabei mit derart vielen Figuren, Parteien, Schiffen und Völkern, dass ich an einigen Stellen ein wenig den Überblick verloren habe. So gibt es gegen Ende des Buches eine Passage, in der ein Kampf geschildert wird, an dem sechs Parteien beteiligt sind und der sich sowohl auf dem Boden als auch im Orbit des Planeten abspielt. Gücklicherweise ist die Handlung trotz der Komplexität stringent und es ist relativ einfach, nach einem kurzen Aussetzer wieder den Einstieg zu finden.

Mit Der Neutronium-Alchemist hat Hamilton mal wieder einen großartigen Teil seines Armageddon-Zylklus‘ abgeliefert. Freunde von epischen Space Operas und komplexen Science-Fiction-Welten sollten hier auf jeden Fall zugreifen. Allerdings sind die Bände einzeln kaum zu verstehen und man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, mit dem ersten Teil (Die unbekannte Macht) zu beginnen und sich nach und nach durch die mehr als 5000 Seiten zu fressen. Weil die Handlung so komplex und die Welt so vielschichtig ist, sollte man allerdings nicht, wie ich, den Fehler machen, Monate zwischen den einzelnen Bänden verstreichen zu lassen…