April 2010

Ein eBook Reader? Nein, so was kommt mir nicht in die Tüte. Ich verbring doch ohnehin schon den ganzen Tag vor einem Bildschirm und da sind Bücher, die auf echtem Papier gedruckt sind, echt entspannend. Außerdem: Ich sammle doch meine Bücher und es ist einfach zu befriedigend, nach ein paar Lesestunden, das Buch wieder zuklappen zu können und zu spüren, dass ich wieder ein Buch zu Ende gelesen habe. Auch die Titelbilder und die Gestaltung der gedruckten Bücher würden mir fehlen und das Gefühl, ein eingeschweißtes Buch zu öffnen und ersteinmal durchzublättern, den Klappentext zu lesen und nach Karten oder Ähnlichem Ausschau zu halten.

Mai 2010

Puh, meine übervollen Bücherregale bin ich ja mittlerweile schon irgendwie leid. Sie stehen hier einfach im Flur rum und sehen voll aus. Ich nehme einzelne Bücher mittlerweile ja kaum noch wahr und besonders schöne Ausgaben gehen in der Flut von Standardware unter. Und wenn ich erst an den nächsten Umzug denke: Wieder dreißig Bananenkartons mit Büchern vollpacken und durch die Gegend schleppen – vielleicht sogar noch in den vierten Stock? Nein danke!

Oh, von Asimov’s Science Fiction gibt es ja auch eine eBook-Version. Das ist in Deutschland ja sonst nur im Abo zu bekommen. Auch andere Bücher bekommt man aus den USA und England ja ganz einfach, wenn man sie als eBook runterladen kann. Und teilweise sogar richtig preiswert.

August 2010

Der Urlaub war ja mal echt toll, nur das ganze Geschleppe mit dem vollen Rucksack hat mich echt genervt. Da fährt man eigentlich nur eine Woche weg und muss trotzdem seinen halben Hausstand mitschleppen, nur um genug Lesestoff für die faule Zeit zu haben. Naja, lässt sich wohl nicht ändern.

September 2010

Hmm, die Rezensionen von dem neuen Sony-Reader lesen sich ja echt nicht schlecht. Soll wohl das erste wirklich ausgereifte Gerät sein und das aktuellste Display haben: mit starkem Kontrast und fast so wie auf Papier gedruckt; die Screenshots und Videos sehen ja auch verdammt gut aus. Und auch für PDF-Dateien soll es das beste Gerät auf dem Markt sein. Und davon hab ich ja schon so einige auf meinem Rechner rumfliegen…

Das Angebot an deutschen eBooks hält sich ja immer noch in Grenzen, aber immerhin werden viele Neuerscheinungen zeitgleich als eBook aufgelegt. Der Preis scheint ja auch vertretbar zu sein. Meist auf dem Niveau des entsprechenden gedruckten Buchs oder sogar ein wenig darunter. Wenn nur dieser ätzende Kopierschutz bei vielen Büchern nicht wäre…

Oktober 2010

Na gut. Bestellt.

Da ist das gute Teil ja. Ist ja doch ein wenig klein geraten. Jetzt muss ich es wohl erstmal an meinen Rechner hängen, um es aufzuladen. Ätz. Will ausprobieren! Oh, ist ja schon teilweise aufgeladen.

Die Reader Library von Sony macht ja nicht gerade den besten Eindruck. Naja, muss ich ja nur für die geschützten Bücher nutzen. Gab es da nicht so ein kostenloses Programm, das einem immer empfohlen wird? Ach ja: Calibre.

Das fühlt sich wirklich fast so an, wie in einem Buch zu lesen. Und ich brauche nur eine Hand, um das Ding zu halten und zu blättern. Sehr cool. Zu klein ist der Bildschirm auch nicht. Passt zwar weniger drauf als auf eine typische Taschenbuch-Seite, aber es stört nicht. PDFs bricht der ja auch halbwegs vernünftig um.

November 2010

Das macht ja immer mehr Spaß mit dem Teil. Aber wenn ich das immer mit mir rumtragen will, sollte ich mir aber mal was suchen, damit der klasse Bildschirm nicht leidet. Was ist denn mit dem Zubehör von Sony selbst? Sieht zwar ganz nett aus, ist mir aber zu teuer. 34€ für eine Hülle? Ok, aus Leder, aber trotzdem… Mal schauen, was es bei Dawanda gibt: Der Stoff ist ja cool. Und man kann ihn sich auch noch maßschneidern lassen. Für 16€. Her damit!

Jetzt will ich aber doch mal ausprobieren, wie das mit den englischen eBooks klappt. Mit den deutschen war das ja einfach. Schauen wir doch mal, was es da so gibt. Das klingt ja mal spannend: Seeing Further, herausgegeben von Bill Bryson. Also schnell anmelden und herunterladen.

Wie? „Cannot be sold outside the United States?“ Was soll das denn? Beim zweiten Shop auch nicht. Und beim dritten. Was ist denn das für ein Scheiß? Die Papierbücher schicken sie mir doch auch gerne. Oh, beim vierten Shop klappt es dann doch. Na Gott sei Dank. Was ist das denn wieder für eine bekloppte Regelung? Naja, hab ja doch noch nen Weg gefunden, für das Buch zu bezahlen…

Dezember 2010

Hmm… Irgendwie fühlt sich das Lesen auf dem Reader anders an, als das in einem Buch. Irgendwie lese ich bewusster und langsamer. Kann das daran liegen, dass nicht so viel Text auf einer Seite ist? Dass ich auch beim langsamen Lesen häufiger das Erfolgserlebnis Umblättern habe? Interessant.

Aber dieser physische Aspekt an einem Buch, etwas in der Hand zu haben, etwas zu spüren und anfassen zu können, fehlt mir da doch ein wenig. Naja, sagt ja keiner, dass ich nur noch elektronisch lesen muss. Aber es wird ein Teil meines Lesealltags werden. Gerade unterwegs oder um immer ein Buch dabeihaben zu können.

Besonders schöne Bücher stelle ich mir aber weiter ins Regal.

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