Alle Kritiken aus dem Genre Krimi & Thriller

B
Quantico (Quantico)
Die siebte Geißel (The Plague Tales)
Eifel-Blues
 Eifel-Blues
The White Russian (The White Russian)
Diabolus (Digital Fortress)
 Meteor (Deception Point)
 Illuminati (Angels & Demons)
 Sakrileg (The DaVinci Code)
C
Die Stimme der Violine (La voce del violino)
Rabenkind
Der Enge der Finsternis (The Angel of Darkness)
 Die Einkreisung (The Alienist)
 Die Täuschung (Killing Time)
Schachmatt (The Emperor of Ocean Park)
Der Schatten des Herrn (The Genesis Code)
Mit offenen Karten (Cards on the Table)
Im Sturm (Red Storm Rising)
 Die Stunde der Patrioten (Patriot Games)
 Befehl von oben (Executive Orders)
Sei geweiht der Hölle (Fortune Like the Moon)
 Wer ohne Schuld ist (Girl in a Red Tunic)
Schwarzes Echo (The Black Echo)
Beute (Prey)
 Der große Eisenbahnraub (The Great Train Robbery)
 Die Intrige (A Case of Need)
D
Garden of Beasts
 Todesreigen (Twisted)
 Der faule Henker (The Vanished Man)
Der Tag, an dem das Feuer fiel (Resurrection Day)
E
Der Name der Rose (Il nome della rosa)
Popcorn (Popcorn)
Das Jesus Video
 Der Nobelpreis
F
Die Therapie
Das zweite Gedächtnis (Code to Zero)
 Der dritte Zwilling (The Third Twin)
 Die Leopardin (Jackdaws)
 Dreifach (Triple)
 Mitternachtsfalken (Hornet Flight)
G
American Gods (American Gods)
Nathans Flucht (Nathan''s Run)
Black Box - Das Experiment
Blut im Schuh
Berufung (The Appeal)
 Das Testament (The Testament)
 Der Anwalt (The Associate)
 Der Klient (The Client)
 Der Richter (The Summons)
 Der Verrat (The Street Lawyer)
 Die Begnadigung (The Broker)
 Die Bruderschaft (The Brethren)
 Die Farm (A Painted House)
 Die Kammer (The Chamber)
 Die Liste (The Last Juror)
H
Airport (Airport)
Aurora (Archangel)
I
Placebo (Placebas)
J
Knochenfunde (Body of Lies)
K
Die Farbe Blau
Am Mittwoch wurde der Rabbi nass (Wednesday the Rabbi got Wet)
 Am Dienstag Sah der Rabbi Rot (Tuesday The Rabbi Saw Red)
L
Die achte Fanfare (The Eighth Trumpet)
Absolute Freunde (Absolute Friends)
 Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)
 Marionetten (A most wanted man)
Mystic River (Mystic River)
Alle singen im Chor (Ensimmäinen murhani)
Vendetta (A Venetian Reckoning)
 Die dunkle Stunde der Serenissima (Wilful Behaviour)
 Verschwiegene Kanäle (Uniform Justice)
 Beweise, dass es böse ist (Doctored Evidence)
 Wie durch ein dunkles Glas (Through a Glass, Darkly)
 Lasset die Kinder zu mir kommen (Suffer the Little Children)
Die Company (The Company)
Das Sigma-Protokoll (The Sigma Protocol)
M
The Courier (The Courier)
Die Hunde von Riga (Hundarna i Riga)
 Die weiße Löwin (Den vita lejoninnan)
 Der Mann der lächelte (Mannem som log)
 Die falsche Fährte (Villospar)
 Die fünfte Frau (Den femte kvinnan)
 Die Brandmauer (Brandvögg)
 Vor dem Frost (Innan frosten)
Critical Mass (Critical Mass)
 Der Richter (The Judge)
Unternehmen Brandenburg (Brandenburg)
Hex
N
Die Geduld der Spinne (The Girls He Adored)
Die Frau mit dem Muttermal von Hakan Nesser (Kvinna med födelsemärke)
Der magische Zirkel (The Magic Circle)
P
Tödliche Therapie (Bitter Medicine)
Wenn die Mäuse Katzen jagen (Cat and Mouse)
Der fremde Tibeter (The Skull Mantra)
Cobra (The Cobra Event)
Kühlfach 4
R
Das Nummernkonto (Numbered Account)
 The First Billion (The First Billion)
 The Runner (The Runner)
Tote lügen nicht (Déjà Dead)
Der Spekulant (Free to Trade)
S
Maskenspiel
Keine Angst
 Lautlos
Tod im Apothekerhaus
& Der Cassandra-Plan (The Cassandra Compact)
Das Rätsel des Philosophen (La caverna de las ideas)
 Die dreizehnte Dame (La dama número trece)
Ljod - Das Eis (Ljod)
Glennkill
T
Nur der Tod bringt Vergebung (Absolution by Murder)
 Die Tote im Klosterbrunnen (The Subtle Serpent)
Die Akte Krysalis (Krysalis)
 Die Mah-Jongg Spione (The Mah-Jongg Spies)
V
Mann ohne Makel

Alle Berichte zum Genre Krimi & Thriller

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Kühlfach 4

, Teil 1

(dtv 2009, 256 Seiten, 9783423211291)

Buchgewordener Beweis dafür, dass eine sehr gute Idee noch keinen guten Krimi macht.

Als ersten Roman auf meinem neuen Sony-Reader habe ich mir gleich das vorinstallierte Kühlfach 4 von Jutta Profijt vorgenommen, weil der Klappentext eine Krimihandlung mit besonderem Pfiff versprach: Als der Gerichtsmediziner Martin ​Gänsewein die Leiche eines Kleinkriminellen unter​sucht, spricht der Tote plötzlich mit ihm. Wie man es von Nahtodberichten kennt, hat sich seine Seele von seinem Körper gelöst, konnte dann aber weder zurück noch voran ​und steckt so als Geist in unserer Welt fest. Er kann jedoch nicht mit der Welt interagieren oder kommunizieren, sondern sich nur mit eben Martin Gänsewein verständigen. Da ihm sein Tod seltsam vorkommt, hetzt er den Gerichtsmediziner​ auf eine Jagd nach seinem Mörder.

Die Idee mit dem Geist eines Toten, der den unfreiwilligen und unwilligen ​Ermittler bei seiner Arbeit unablässig vorantreibt macht sicherlich die größte Stärke dieses Romans aus, zumal der Kontrast zwischen den beiden Charakteren für viele komische Situationen sorgt. So zerstört das vulgäre Ungestüm des Toten ​das Date Gänseweins mit einer hübschen Frau und treibt ihn in Etablissement, die der gebildete und korrekte Mediziner sonst höchstens in seinen Albträumen aufsuchen würde. ​Auch ihre Sprache unterscheidet sich deutlich und so ​prollt der Geist munter rum, während G​änsewein sich eher ausgewählt ausdrückt. Das sorgt im Laufe des Romans doch für einige Schmunzler.

Profijt ​verlässt sich in diesem Roman jedoch in meinen Augen zu sehr ​auf die Zugkraft dieser Idee, denn die Krimihandlung ist dann doch sehr schwach und lieblos konstruiert. So dauert es bis in die zweite Hälfte des recht kurzen Buchs, bis sich die beiden ernsthaft auf die Suche nach den Hintergründen von Paschas Tod machen. Mit nur wenigen eingeführten Figuren wird dabei recht schnell klar, wie diese zusammenhängen. Auch der Showdown auf einer einsamen ​Industriebrache wirkt eher aufgesetzt und erzwungen.

Schwacher schwedischer Krimi.

Kommissar Kurt Wallander von der Kriminalpolizei im schwedischen Ystad hat einen rätselhaften Fall aufzuklären: Ein Mann wurde mit einer Art Raubtierfalle ermordet. Ein Blumenhändler will eine teure Afrikareise machen, verschwindet aber vor dem Abflug.  Kurz darauf stirbt Wallanders Vater, mit dem er gerade noch eine schöne Reise nach Rom unternommen hatte. Die Ermittlungen Wallanders und seiner Kollegen führen zu keinem Ergebnis, bis eine weitere Leiche gefunden wird.

Die fünfte Frau beginnt mit einem Prolog, in dem vier christliche Nonnen und eine fünfte Frau ermordet werden, allerdings ohne dass der Autor dies bald mit der eigentlichen Handlung verknüpft. Stattdessen entwickelt sich eine, trotz diverser Leichen auf den ersten 300 Seiten, eher zähe Handlung um eine nicht sonderlich überzeugende Hauptperson. Auch um Spannung ist der Autor stets bemüht, leider aber ohne großen Erfolg.

Dies ist zudem nicht der erste Wallander-Roman, bei dem der Übersetzer den Leser für beschränkt hält – warum sonst sollte er ein “nicht den deutschen Gepflogenheiten entsprechend”es Du durch Sie ersetzen, “auch wenn damit ein Stück schwedischer Authentizität [...] verlorengeht”? Dagegen ist es für mich der erste Roman, dessen Übersetzung von der EU gefördert wurde – wozu ich mir meinen Teil denke.

Placebo (Placebas)

(dtv 2005, 424 Seiten, 3-423-24453-4)

Eindrucksvolles Portrait des Lebens in einem kleinen Land am Rande Europas, das sich gigantischen Umwälzungen ausgesetzt sah und immer noch sieht.

Verena hat auf ihrem Bücherblog den EU Book Contest 2010 ausgerufen und da ich ja immer gerne Werbung für das kleine Land mache, in dem ich 2003/04 neun Monate studiert habe, habe ich mich sofort als Vertreter Litauens gemeldet. Und das ausgewählte Buch Placebo von Jurga Ivanauskaite bildet tatsächlich einen wunderbaren Einstieg in dieses spannende, eigenwillige und für Außenstehende manchmal auch merkwürdige Land, in dem die in silbernen Glitzerunterhosen auftretenden In Culto zu den beliebtesen Bands gehören. Hier ist meine ausführliche Rezension:

Julija, vielbeachtete Wahrsagerin und Mitglied der Vilniusser High-Society, ist tot. Ihr Körper sitzt in einem Sessel und sie hat ein kleines Loch in der Schläfe. Neben dem Sessel liegt eine Pistole. Aber Julija fühlt sich nicht tot, sie sieht das Zimmer, ihre Wohnung und ihren Körper. Erst ganz langsam wird sie sich, mit Hilfe ihrer intelligenten Katze Bubasti, der Situation bewusst…
Unterdessen macht sich Julijas Freundin Rita auf die Suche nach dem Grund für Julijas Tod. Hat der Augenschein recht, der Selbstmord vermuten lässt, oder Ritas Gespür, dass sie nicht an einen Freitod glauben lässt?
Recht schnell wird dem Leser klar, dass der Showstar Maksas Vakaris und sein Bruder Tadas eine besondere Rolle in Julijas Leben und ihrem Tod einnehmen. Auch eine mysteriöse Organisation namens Placebo, die den Menschen den Individualismus austreiben und sie mit allen Mitteln der Macht der Wirtschaft unterwerfen will, scheint beteiligt zu sein.

Ich muss gestehen, dass ich Büchern aus oder über Litauen gegenüber (positiv) voreingenommen bin, aber ich denke, dass Jurga Ivanauskaite es geschafft hätte, mich unabhängig davon von ihrem Roman zu überzeugen. Den Eindruck, dass es sich bei Placebo um einen waschechten Krimi handeln könnte, zerstört sie bereits auf der ersten Seite. Dabei schafft sie es aber auch sofort etwas anderes, schwer greifbares an diese Stelle zu setzen – einen Einblick in die litauische Seele.
Sie nimmt mytholgische, biografische, geschichtliche und philosophische Versatzstücke und fügt diese zu einem Portrait des heutigen Litauens zusammen. Dabei bietet sie eindrucksvolle Einblicke in die litauische Kultur, die seltsame Mischung aus kirchlichem Glauben und Esoterik, die wechselhaften Lebensläufe vieler Litauer und in die enormen Umbrüche und Schwierigkeiten denen die 3,5 Mio. Menschen in dem kleinen Land an der Ostsee in den letzten 15 Jahren ausgesetzt waren.
Lediglich der abflauende Spannungsbogen der Rahmenhandlung hat meinen Eindruck von Placebo ein wenig getrübt.

Quantico (Quantico)

(Heyne 2006, 543 Seiten, 3-453-43037-9)

Gut geschriebener Hightech-Thriller, dem leider die Spannung fehlt.

Es beginnt harmlos: Auf einem Highway liefert sich ein LKW eine Verfolgungsjagd mit einem Streifenpolizisten, der wenig später tot im Straßengraben liegt. An Bord des Lasters? Tintenstrahldrucker. Doch auf unerfindlichen Gründen ist bereits eine Biowaffen- und Terrorexpertin des FBI vor Ort und beteiligt sich an den Ermittlungen. Gleichzeitig sichert ein FBI-Agent die Farm des christlich-militanten “Patriarchen” und findet auf dem Gelände überall Hefe verstreut, bevor er durch eine Explosion von Raketenzündstoff schwer verletzt wird. Als sich dann in einem kleinen Ort in Ohio Fälle von plötzlicher Amnesie häufen, kommen die Ermittler auf die Spur eines geheimen Militärprojekts, das außer Kontrolle geraten ist, denn irgendwo in den USA hat der autistische aber wissenschaftlich geniale Tommy eine ungeheure Waffe entwickelt. Unterstützung erhielt er dabei von einem gewissen Sam, einer undurchsichtigen Gestalt mit einem braunen und einem grünen Auge.

Schon diese Zusammenfassung liest sich wie ein klassischer High-Tech-Verschwörungsthriller und wird damit dem Roman von Greg  Bear (leider) vollkommen gerecht. Zwar ist das Buch gut geschrieben und mit viel Hintergrundwissen und einigen guten Ideen gespickt, es lässt jedoch die Spannung anderer Bücher von beispielsweise Tom Clancy oder Michael Crichton vermissen. Bear gelingt es nicht, die unglaubliche Bedrohung, die diese Waffe darstellt, für den Leser fühlbar zu machen und sich mit der Gefahr zu identifizieren. So schaut man etwas distanziert und interessiert den Ermittlern bei ihrer Arbeit zu und weiß eher, als dass man es fühlt, dass deren Arbeit über die Zukunft unserer Welt entscheidet.

Vorhersehbarer Krimi ohne Atmosphäre.

Als zwei Männer auf dieselbe brutale Weise umgebracht weden, macht sich Inspektor van Veeteren auf die Suche nach dem Zusammenhang und dem Motiv für die Morde. Dabei stößt er auf eine Militärschule, auf der beide Opfer dieselbe Klasse besuchten. Aber keiner der anderen Schüler kann sich erinnern, dass die beiden miteinander zu tun gehabt hätten. Erst ein drittes Opfer bringt den Kommissar auf die Spur einer verhängnisvollen Abschlussfeier.

Mehr kann man zu der Handlung leider nicht sagen, weil jedes weitere Wort zu sehr auf die Auflösung hindeuten würde. Denn Die Frau mit dem Muttermal hat leider keine innovative oder besonders clever konstruierte Handlung. Nach der Beschreibung des ersten Tatorts war mir die zugrunde liegende Geschichte im Prinzip schon klar und es blieben nur noch einige Details zu vervollständigen – und das, obwohl ich nicht gut im Handlung erraten bin. So plätschert das Buch leider die meiste Zeit vor sich hin und es kommt nur dann Spannung auf, wenn Nesser potentieller Opfer von der Bildfläche verschwinden lässt. Da der Krimi zudem teilweise auch aus der Perspektive der Täterin (hiermit verrate ich nix, das ist schon nach den ersten Seiten klar) beschrieben wird, bleibt nichtmal diese mysteriös und spannend. Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass Nesser noch eine Wende einbaut und ein überraschendes Ende liefert, aber leider wurde ich auch da enttäuscht. Es endet im Großen und Ganzen so, wie ich es geahnt hatte.

Ein weiterer Punkt hat mich an diesem Buch irgendwie gestört: Nesser lässt seine Bücher in der fiktiven Stadt Maardam spielen und weckt durch die Namen der Personen und Orte einen niederländischen oder deutschen Eindruck. Leider fehlt es dem Leser in dieser fiktiven Stadt an Orientierungspunkten und auch Nesser kann in seiner Handlung nicht auf eine vorgefertigte Geographie zurückgreifen. So schwebt diese Stadt außerhalb der realen Welt und Nesser hat nicht die Möglichkeit, dem Roman durch das Spiel mit Klischees oder authentische Atmosphäre wirkliche Tiefe zu verpassen. Toll fand ich immerhin, dass Nesser seine Kommissare Badminton spielen lässt…

Marionetten (A most wanted man)

(Hodder & Stoughton 2009, 418 Seiten, 978-0-340-97709-5)

Unterdurchschnittlicher Spionageroman.

Tommy Brue, der Inhaber einer Hamburger Bank, bekommt einen Anruf von einer Rechtsanwältin, die sich dringend persönlich mit ihm treffen will: Annabel Richter vertritt einen illegalen Einwanderer, der Zugriff zu einem bestimmten Schließfach der Bank haben möchte – einem Schließfach mit einer besonderen Geschichte. Issa Karpov, Annabels Mandant, ist auf der Flucht vor diversen Geheimdiensten und findet erst bei einer hilfsbereiten Frau Unterschlupf, bevor er sich schließlich mit Hilfe seiner Anwältin versteckt hält.

Auch mit A most wanted man ist le Carré kein Meisterwerk gelungen. Im Prinzip baut der Autor seinen Roman auf guten Ideen auf und schafft es, die Hauptpersonen detailliert und facettenreich darzustellen. Gut hat mir auch gefallen, wie le Carré die Lebensgeschichte Issas beschreibt, bis dieser sich letztlich nach Hamburg durchschlägt. Allerdings schafft der Autor trotz einer klaren Struktur mit übersichtlich vielen Handlungssträngen und Hauptpersonen, den Leser lange im Unklaren zu lassen, was eigentlich passiert – ohne dabei sonderlich viel Spannung aufzubauen. Bei über 400 Seiten verleitet dies dazu, das Buch einfach an die Seite zu legen und zu vergessen, ohne dass man das Gefühl hätte, großartig etwas zu verpassen.

Insgesamt fand ich, nach Absolute Friends und The Constant Gardener auch diesen Roman von le Carré enttäuschend, aus dem Stoff hätte man deutlich mehr machen können. Der Autor hat mich damit endgültig nicht überzeugt, sodass ich um seine Werke in Zukunft einen Bogen machen werde.

Der Anwalt (The Associate)

(Arrow 2009, 485 Seiten, 978-0-09-953699-4)

Durch und durch gelungener Anwalts-Thriller.

Kyle McAvoy hat Jura studiert und steht kurz vor seinem Abschluss. Er will eigentlich nicht in einer großen Kanzlei anfangen, obwohl er ein entsprechendes Angebot hat, wird aber mit einem fast vergessenen Vorfall aus der Studienzeit erpresst, dieses Stellenangebot doch anzunehmen. Er soll in dieser Kanzlei spionieren und Informationen über einen großen Fall beschaffen, mit dem sein Arbeitgeber betraut ist.

Wer sich beim Klappentext auf Grishams früheres Werk “The Firm” erinnert fühlt, liegt damit gar nicht so falsch. Die Parallelen zwischen den beiden Romanen sind schon deutlich, ohne dass es jetzt jedoch langweilig würde: Grisham gelingt es, Ideen zu recyclen und daraus eine Geschichte zu schreiben, der es nicht an Spannung und
guten Ideen fehlt.

Eine durchgehende und glaubwürdige Handlung, ein paar (und nicht zu viele) überzeugende Hauptpersonen und der flüssige Schreibstil des Autors sind die Zutaten, die “The Associate” zu einem Anwalts-Roman in gewohnter Grisham-Qualität machen.