Ken Follett

Science-Fiction Kurzgeschichten

Um mal einen Platz zu haben, für all die Links, die mir keinen eigenen Eintrag wert sind, die aber auch nicht im Twitter-Nirvana verschwinden sollen, gibt es ab jetzt an den meisten Freitagen meine Fundstücke und spannenden Links der Woche:

Bücher und Computer

Reihen und Zyklen

Als Science-Fiction-Leser hat man in Deutschland irgendwie immer das Gefühl, ein wenig am Rande zu stehen. Das Genre gilt hier eher als Nische und hat nicht das beste Image. Daraus ergibt sich, das hierzulande nicht so viele Bücher in diesem Bereich erscheinen und sich die eigentliche Action im englischsprachigen Bereich abspielt. Wer also keine Berührungsängste mit englischen Büchern hat und noch Science-Fiction-Lektüre für den Winter sucht, der wird in den folgenden Leselisten sicherlich fündig:

Auch beim zweiten Lovelybooks-Lesemarathon bin ich wieder mit von der Partie. Und da es in zehn Minuten losgeht, bleibt  mir leider nicht mehr viel Zeit für eine Einleitung, sondern nur kurz für meine ersten ausgewählen Bücher:

15:05 Uhr: Nach sechs Stunden lesen (inkl. einer kleinen Mittagspause) habe ich jetzt das erste Buch hinter mir: Wahnsinn, der das Herz zerfrisst von Tanja Kinkel. Ich muss gestehen, dass es mich nicht vom Hocker gerissen hat und ich ganz froh bin, es an den Anfang gesetzt zu haben. Ich bin nämlich nicht sicher, ob es heute Abend gegen meine Müdigkeit angekommen wäre. Jetzt gibt es als Zwischenspiel einen Text von Johannes Kepler in dem Buch Von Gilgamesch bis Hawthorne von James Gunn und dann geht es an Whispers of the Dead von Simon Beckett.

19:01 Uhr: Neun Stunden un ich fühl mich immer noch fit. In dem Beckett-Buch bin ich mittlerweile irgendwo in den späten zweihunderten und es lohnt sich genau wie die ersten beiden Bände. Und da es gleich Abendessen gibt, muss ich jetzt schnell noch ein paar Seiten fressen…

22:15 Uhr: Auch nach 13 Stunden und jetzt zwei beendeten Büchern fühl ich mich immer noch fit und wach. Also auf zum nächsten Buch!

01:02 Uhr: Noch hält mich Die Flusswelt der Zeit von Philip José Farmer gut wach. Eine Stunde geht also auf jeden Fall noch.

01:56 Uhr: Wie schon letztes Mal, ist auch jetzt wieder gegen zwei für mich Schluss. Nach 17 Stunden Brutto-Lesezeit (13 Stunden netto) hab ich 1030 Seiten in vier verschiedenen Büchern hinter mir. Das macht eine Quote von 60,6 Seiten pro Stunde (brutto) bzw. 79,2 (netto). Keine schlechte Ausbeute. Ausführliche Rezensionen zu den gelesenen Büchern gibt es dann demnächst an dieser Stelle. Gute Nacht.

An dieser Stelle wird es im Laufe des Tages immer mal wieder kleine Updates geben. Mehr vom Marathin live bei Twitter: @weltenkreuzer und #lblm.

Ich habe eine ziemlich große Büchersammlung (~800) und würde diese in den nächsten Wochen gerne deutlich verkleinern, weil ich mittlerweile viele dieser Bücher eher als Ballast empfinde als als eine Bereicherung meines Lebens. Meine Science-Fiction-Sammlung bleibt zwar ganz bestimmt da, wo sie ist, aber bei Fantasy, historischen Romanen, Thrillern und Sachbüchern gibt es einiges auszumisten. Und da ich viel zu faul bin, alle Bücher einzeln bei Amazon, Booklooker, Tauschticket oder sonst wo einzustellen, abzuwarten, die Dinger einzeln einzupacken und dann zu verschicken, habe ich mich nach Diensten umgeschaut, bei denen man Bücher zu festgelegten Preisen verkaufen kann und die dann den weiteren Vertrieb übernehmen. Reich wird man damit nicht, aber die Bücher wandern immerhin nicht ins Altpapier.

Der Ablauf bei solchen Diensten ist immer derselbe: Man gibt auf einer Website die ISBN des Buchs an und bekommt dann ein Preisangebot gemacht. Manche Bücher werden auch nicht angenommen, wenn der Dienst dafür auf dem Markt (meist ist hier Amazon das Kriterium) keine Nachfrage sieht. Hat man alle Bücher, die man loswerden will, in den “Verkaufskorb” gelegt, bestätigt man den Verkauf, packt die Bücher ein und schickt ein mehr oder weniger großes Paket durch die Republik. Dabei werden die Versandkosten meist in der einen oder anderen Form vom Ankäufer übernommen.

Als ich allerdings meine Bücher aus Neugier mal bei verschiedenen Diensten angeboten habe, kamen überraschenderweise ziemlich unterschiedliche Preise heraus. Und deswegen habe ich mich hingesetzt und alle Dienste, die mir Google ausgespuckt hat, mal einem kleinen Vergleich unterzogen. Hier sind die Kandidaten:

Und hier mein Test-Warenkorb:

Bei der Eingabe der Bücher fiel mir schnell auf, dass manche überhaupt nicht zu gehen scheinen. Während Das Wunschspiel bei keinem der Anbieter Anklang fand, gibt es für Der Kaffehändler, Bro, Das Rätsel des Philosophen, Der Nobelpreis und Enigma kein Angebot über 30 Cent. Insgesamt akzeptierten die Dienste zwischen vier (BuchX, Buchpfand) und elf (Buchankauf24, reBuy) Bücher aus meinem Angebot. Dabei nahm reBuy auch Bücher, die kein anderer Anbieter wollte, bot für diese jedoch nur 0,05€.

Den schlechtesten Eindruck im Bezug auf die gebotenen Preise und die Menge der akzeptierten Bücher hatte ich von Buchpfand (nur vier akzeptierte Bücher und recht niedrige Preise), Regalfrei und reBuy (hohe Akzeptanzquote, aber elend niedrige Preise). Nur geringfügig besser schnitt Ich kaufe alles (hohe Akzeptanz, etwas bessere Preise) ab. BuchX und Bücherankauf Berlin bieten bei einer geringen Akzeptanzquote zumindest vernünftige Preise, während Momox und Buchankauf24 an dieser Stelle vorne landen. Während Buchankauf24 eine sehr hohe Akzeptanz mit vernünftigen Preisen kombiniert, ist die Akzeptanz bei Momox etwas geringer, die Preise dafür besser. Hier noch mal die Übersicht in meiner persönlichen Rangfolge:

Dienst Akzeptierte Bücher Gesamtsumme
Momox 8 13,07€
Buchankauf24 11 11,00€
Bücherankauf Berlin 5 8,38€
BuchX 4 7,43€
Ich kaufe alles 8 5,17€
Buchpfand 4 3,35€
reBuy 11 4,83€
Regalfrei 9 1,93€

Neben den reinen Buchpreisen spielt auch der Umgang mit den Versandkosten eine wichtige Rolle. Zwar erstatten alle Dienste, in irgendeiner Weise diese Kosten, handhaben das jedoch deutlich unterschiedlich: Während BuchX pauschal 6,90€ erstattet, zahlen Buchpfand und Regalfrei die anfallenden Kosten für ein Paket (ohne Verpackung). Ich kaufe alles, Buchankauf24 und reBuy machen die Erstattung von einem Mindestverkaufswert abhängig (den man bei den kleinen Beträgen pro Buch nur schwer erreicht) und Momox übernimmt bei einer Lieferung von mehr als sechs Artikeln alle anfallenden Versandkosten.

Schließlich sind auch die Zustandsbedingungen bei den Diensten unterschiedlich streng: Während Bücherankauf Berlin keine “Mängelexemplare” annimmt, stören sich Buchankauf24, BuchX, Buchpfand, Regalfrei und Ich kaufe alles an Stempeln, Notizen und Unterstreichungen und reBuy akzeptiert beides nicht. Momox macht hier (zumindest explizit) in beiderlei Hinsicht keine Einschränkungen.

Mein persönlicher Testsieger in diesem kleinen Preisvergleich ist Momox. Der Anbieter aus Berlin akzeptiert relativ viele Bücher, bietet solide Preise (innerhalb dieses Vergleichs) und hat faire Porto- und Zustandsregelungen.  Für hochwertigere Bücher (Hardcover, Trade Paperback) scheinen auch BuchX und reBuy (aber hier unbedingt vergleichen!) einen Blick wert zu sein und wer viele Taschenbücher loswerden will, könnte bei Buchankauf24 glücklich werden.

Dieser Vergleich ist natürlich nur eine Momentaufnahme von heute Abend und stark von dem verwendeten Warenkorb abhängig, bietet aber vielleicht den ein oder anderen Hinweis, bei welchem Dienst sich ein zweiter Blick lohnt.

Tauschticket ist schon seit einiger Zeit unter Bücher- und Medienfreunden beliebt und verbreitet: Hier kann man seine gebrauchten Bücher, DVDs und CDs einstellen, und wenn ein anderer Benutzer diese haben will, muss er dafür mit einem “Tauschticket” bezahlen. Schnell das Buch eingetütet und losgeschickt und schon kann man sich mit dem neuen Ticket selber etwas aus den gut 1,5 Millionen angebotenen Büchern und Co. etwas aussuchen. So wird man Gelesenes, das man nicht im Regal einstauben lassen möchte los und kann sich einfach und bequem mit neuem Lesefutter eindecken.

Nach sechs Jahren haben die Betreiber nun aber etwas gemacht, dass im Netz noch immer mit mindestens einer gerümpften Nase – wenn nicht gar mit Ächtung – bestraft wird: Sie haben es gewagt, den bislang kostenlosen Dienst kostenpflichtig zu machen: das Ertauschen eines Buchs kostet ab heute 49 Cent.

Und hier der Appell an all die Leseratten und Bücherfans, die sich nun tatsächlich überlegen, ihr Tauschticket-Konto zu löschen: Überlegt euch bitte nochmal genau, ob das wirklich eine gute Idee ist. Zwei Argumente sprechen für mich, der ich diesen Dienst erst seit ein paar Wochen nutze, auf jeden Fall dafür, dabei zu bleiben:

Erstmal der “egoistische” Grund: Tauschticket bleibt ein gleichzeitig bequemer und sehr günstiger Weg, um sich mit neuem Lesestoff zu versorgen: Inklusive der Kosten für den Versand und den Tauschgebühren kosten der Erwerb und das Einlösen eines Tickets (bei Taschenbüchern) jetzt vielleicht 1,50€ oder 1,85€ (85ct Porto, 49ct Tauschgebühr. 20-50ct Verpackung) plus ein gebrauchtes Buch. Wenn ich dasselbe gebrauchte Buch über Amazon verkaufe und mir am selben Ort ein anderes gebrauchtes Buch aussuche, komme ich so ziemlich auf denselben Betrag: 1,665€1

Viel wichtiger finde ich allerdings den moralischen Grund: Da gibt es ein Unternehmen, dass als Showcase, PR-Maßnahme oder vielleicht auch aus reiner Freundlichkeit ein Angebot ins Leben ruft, dessen Wachstum finanziert und es für immerhin sechs Jahre kostenfrei hält. Ich bin mir sicher, dass das die Macher einiges an Zeit und auch Geld gekostet hat – denn auch wenn es oft so aussieht, als wären Serverkapazitäten und Speicherplatz spottbillig, entstehen durchaus beträchtliche Kosten, wenn eine Seite oder ein Dienst wächst. Und nun entscheiden sie sich, einen Teil (oder vielleicht auch etwas mehr) dieser Kosten auf einem sehr offenen und ehrlichen Weg wieder hereinzuholen. Sie schaffen sogar noch eine ziemlich großzügige Übergangsregelung, nach der bestehende Tickets weiterhin kostenlos eingelöst werden können und bereits angemeldete Benutzer noch ein zusätzliches kleines Guthaben bekommen. Ich kann es ihnen einfach nicht vorwerfen.

Deshalb meine Bitte an alle diejenigen, die sich jetzt überlegen, sich von Tauschticket zurückzuziehen: Warum genau wollt ihr diesen Dienst nicht mehr nutzen? Ist es euch wirklich zu teuer, die 49 Cent auszugeben oder ist es vielleicht eher ein Reflex: “Das ist nicht mehr kostenlos.” Natürlich wäre das auch ein legitimer Grund, damit würdet ihr aber all denen recht geben, die über eine “Kostenlosmentalität” im Netz schwadronieren.

Wir brauchen im Netz mehr Wertschätzung für die Arbeit anderer – natürlich nur, wenn diese Arbeit wirklich gut ist – und die Bereitschaft für manche Angebote auch zu bezahlen. Nur dann können es sich die guten Macher von Inhalten und Diensten leisten, sich mit voller Energie auf das zu konzentrieren, was sie am besten können.

1Bei einem Preis von altem und neuem Buch von 3€ (Portopauschale gleicht sich aus): 1,14€ (Verkaufspauschale) + 0,525€ (Preisabhängig 3€ * 17,5%)

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Nur ein paar Tage zu spät habe ich mich jetzt mal durch unsere Bücherregale gewühlt und im Netz gestöbert, um euch die versprochene Leseliste für die Challenge Der Geschichte auf der Spur vorstellen zu können:

Ur- und Frühgeschichte: Der Sohn des Lichts von Christian Jacq

Antike: Imperium von Robert Harris

Sagen: Rheingold von Stephan Grundy

Frühes Mittelalter: Die Päpstin von Donna W Cross

Spätmittelalter: Rungholts Sünde von Derek Meister

Kreuzzüge: Der Kreuzritter: Aufbruch von Jan Guillou

Zeiten des Umbruchs: Wahnsinn, der das Herz zerfrisst von Tanja Kinkel

Frühe Neuzeit: Galileo’s Dream von Kim Stanley Robinson

Kolonialisierung: Cane River von Lalita Tademy

Erster Weltkrieg: Sturz der Titanen von Ken Follett

Zweiter Weltkrieg: Stadt der Diebe von David Benioff

Den Anfang wird ganz sicher der neue Follett machen, der schon neben meinem Lesesessel auf mich wartet.