Wolfsherz

(Bastei-Lübbe 1997, 636 Seiten)

Solide, aber nur bedingt überzeugend.

Das Journalisten-Ehepaar Stefan und Rebecca Mewes fährt in das ehemalige Jugoslawien, um dort den Söldnerführer Barkow zu interviewen. Ihr Führer entpuppt sich jedoch als Agent, der Barkow töten soll. Als er seinen Auftrag ausgeführt hat müssen die drei fliehen und flüchten in das Tal, dass von den Einheimischen „“Wolfsherz““ genannt wird. Während die drei auf den Hubschrauber warten, der sie abholen soll, findet Rebecca ein einsames Kleinkind, dass von mehreren Wölfen umringt wird. Ohne zu überlegen greift sich Rebecca das Kind und nimmt es mit. Als der Hubschrauber ankommt werden sie auch von Barkows Männern entdeckt und beschossen. Schwerverletzt erreichen sie den Hubschrauber und kehren mit dem Kind nach Deutschland zurück. Zurück in der Heimat begegnen den beiden seltsame Menschen: Ein blonder Mann, der die zuständige Beamtin vom Sozialamt zusammenschlägt oder die mysteriöse Sofia, die ihre Schwester zurück fordert. Neben alldem gehen aber auch mit Stefan merkwürdige Veränderungen vor sich.

Wolfsherz ist eine Mischung aus klassischem Verfolgungs-Thriller und Wehrwolf-Roman. Dabei gelingt Hohlbein diese Vermischung der Genres recht gut. Insbesondere Rebecca und Stefan Mewes sind als Handlungsträger sehr sympathisch und sie wirken sehr lebendig. Aber auch die mysteriösen Charaktere werden vom Autor gut eingeführt. Wolfsherz ist eigentlich spannend und durchaus fesselnd, erreicht aber bei weitem nicht die Qualität anderer Hohlbein Romane. Es fehlt dem Leser die Möglichkeit, sich mit einer der Personen wirklich zu identifizieren. Dadurch bleibt immer eine gewisse Distanz bestehen und man kann nie wirklich in die Geschichte eintauchen.

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