Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

(Goldmann 2007, 398 Seiten, 978-3-442-31143-9)

Eine etwas andere Einführung in die Philosophie - gehaltvoll und unterhaltsam.

Obwohl das Buch des Philosophen und Autors Richard David Precht lange auf der Bestsellerlsite stand, ist es irgendwie an mir vorbei gezogen und erst jetzt in meinem Lesesessel gelandet. Precht beschäftigt sich in diesem Buch mit den großen Fragen des Lebens: „Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“ und „Was darf ich hoffen?“ Dazu nimmt er den Leser mit auf eine spannende und unterhaltsam geschriebene Reise durch die Philosophiegeschichte und präsentiert Gedanken aus den letzten zweieinhalbtausend Jahren Ideengeschichte. Dabei spult Precht nicht einfach den theoretischen Kanon Platon, Thomas von Aquin, Kant, Heidegger, Wittgenstein herunter, sondern strukturiert das Buch anhand konkreter Fragen und zeigt so die Zusammenhänge zwischen den Philosophen über die Jahrhunderte hinweg auf. Diese Struktur macht das Buch wesentlich einfacher zu lesen, als andere Einführungen in die Philosophie. Das dies auf Kosten der Vollständigkeit und Präzision geht, stört vielleicht eingefleischte Kenner, macht es dem interessierten Laien jedoch wesentlich einfacher, sich in die Gedankenwelten einzufinden.

Inhaltlich kann ich das Buch mangels Wissens leider nicht bewerten, aber ich hatte den Eindruck, dass es Precht gelingt, die Argumente verschiedener Seiten differenziert darzustellen und gegeneinander abzuwägen. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, mein fragmentarisches Wissen in diesem Bereich mit diesem Buch aufzufrischen und um weitere Fragmente zu erweitern.

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