Sehr orgineller, aber etwas zu unübersichtlicher Horror-Fantasy-Polit-Thriller aus Russland.

Menschen sind nicht alle gleich. Unter ihnen gibt es Vampire, Tiermenschen, Zauberer und Dämonen. Die „Anderen“, wie sie sich selber nennen, trennen sich in Mächte des Lichts und Mächte des Dunkels. In einem uralten Vertragswerk haben sie sich auf ein kompliziertes Geflecht aus Kontrolle und Machtausübung geeinigt um so das Gleichgewicht der Mächte herzustellen und einen gigantischen Krieg zu vermeiden. Dieses Gleichgewicht ist aber immer wieder in Gefahr. Besonders die Hauptfigur Anton scheint in dem ewigen Duell zwischen Hell und Dunkel eine Schlüsselrolle einzunehmen, denn er gerät immer wieder zwischen die Fronten und wird zum Spielball beider Mächte. Auch Swetlana und der Junge Jegor spielen wichtige Rollen in dem Verwirrspiel.

In drei Episoden beschreibt Lukianenko in diesem ersten Teil einer Trilogie den Kampf um das Gleichgewicht. Dabei ist die Handlung und die Parallelwelt, die er beschreibt sehr einfallsreich und trotz dem phantastischen Hintergrund irgendwie sehr glaubwürdig. Das Buch strotzt vor kuriosen Ideen, Umdeutungen von Alltäglichem und skurrilen Szenen und wird trotzdem nie abstrus, auch wenn der Autor die Grenze manchmal sehr strapaziert. Allerdings gelingt es Lukainenko in meinen Augen nicht, den Leser wirklich an das Buch zu fesseln und in die düstere Atmosphäre herabzu ziehen. Auch die Intrigen in die Anton verwickelt wird löst der Autor nie konkret auf. Dem Leser entgeht dadurch viel von der Raffinesse dieser Pläne.

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