Solider Krimi ohne große Höhen und Tiefen.

Die Privatdetektivin und Anwältin Vic Warshawski ist die Hauptfigur in allen Kriminalromanen von Sara Paretsky. In Tödliche Therapie muss sie sich mit einem privaten Krankenhaus und einer Straßenbande in Chicago auseinander setzen. Bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt die 16 jährige Tochter einer Freundin von Vic, eine Mexikanerin, die in Chicago in armen Verhältnissen lebt, in einem Privatkrankenhaus . Schnell stößt Vic auf Unstimmigkeiten. Als dann auch noch vor der Arztpraxis einer Freundin von Vic randaliert wird, weil sie Abtreibungen vornimmt stößt Vic auf ein Geflecht aus Kriminalität und Korruption, in das auch ihr Ex-Mann verwickelt zu sein scheint.

Viel bleibt zu Tödliche Therapie nicht zu sagen. Es ist ein typischer, amerikanischer Privatdetektiv-Roman, der sich dadurch ein wenig von der Masse abhebt, dass Sara Paretsky dafür eine Frau als Titelheldin wählt und ein aktuelles Thema sehr kontrovers angeht. Der große Schwachpunkt des Romans ist aber die Beschränktheit der Welt, in der Vic Warshawski ermittelt. Ihre beste Freundin ist eines der Opfer, ihr Mann eine Schlüsselfigur und auch den Boss der örtlichen Mafia kennt sie persönlich. Diese Konstruktion wirkt sehr künstlich und kaum glaubwürdig. Spannend ist der Roman aber trotzdem, und er fesselt den Leser durch unerwartete Wendungen.

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