Tod im Apothekerhaus

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(Knaur 2003, 414 Seiten, 3-426-62533-4)

Spannender Roman im Hamburg des 18. Jahrhunderts.

Hamburg im 18. Jahrhundert: Der Apotheker Teodorus Rapp wird spät Abends überfallen. Er setzt sich zur Wehr und wird neben zwei leblosen Gestalten niedergeschlagen. Als er wieder zu sich kommt, ist er blutüberströmt und seine Kleidung verschwunden. Er geht zu seiner Apotheke und sieht – sich selbst. Er versteht nicht ganz, warum sich jemand als er ausgeben wollen sollte, vermutlich hat es jemand auf seine umfangreiche Naturaliensammlung abgesehen. Teodorus kommt bei entfernten Bekannten unter und nimmt eine Arbeit als Gehilfe in seiner eigenen Apotheke an, um seinen Thesaurus zu retten.

Tod im Apothekerhaus ist ein schöner, spannend geschriebener historischer Roman. Mit einem Apotheker eine sehr interessante Perspektive gewählt, sehr schön schildert der Autor durch Teodorus‘ Absturz aus dem Hamburger Bürgertum auch die sozialen Verhältnisse im 18. Jahrhundert. Die besondere lokale Note gibt Serno seinem Roman durch häufige Dialoge im Hamburger Platt, deren Verständnis den Leser auch ein bisschen fordert. Der Roman hat mir gut gefallen und macht Lust auf mehr von Serno.

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