Eine neue Idee, faszinierend umgesetzt.

Ayla ist ein kleines Mädchen. sie lebt in der Steinzeit behütet von ihrer Familie in einer Höhle. Eines Tages bebt, als sie gerade bei Schwimmen ist, die Erde und ihre Familie und ihr Clan sterben in der einstürzenden Höhle. Das Mädchen überlebt und flieht von der Heimathöhle. Sie läuft mehrere Tage und verliert das Gefühl für die Zeit. Sie ernährt sich von ein wenig Gras und den wenigen Pflanzen, die sie schon kennt. Auf ihrer Flucht wird sie von einem Höhlenlöwen angegriffen. Sie kann sich in eine enge Felsspalte flüchten, wird aber von einer Pranke schwer verletzt. Kurze Zeit später wird sie von anderen Menschen gefunden. Diese sind aber nicht nur von einem anderen Clan, sondern ein komplett andere Rasse, die mit ihrer Entwicklung an die Grenzen ihrer Geistesfähigkeit gekommen ist. Sie nennen Aylas Rasse nur „Die Anderen“ un meiden jeden Kontakt mit ihnen. Doch die hoch angesehene Medizinfrau des Clans will das kleine Mädchen nicht sterben lassen und überredet den Clanführer, Ayla aufnehmen zu dürfen um sie gesund zu pflegen. Später entdecken die Clansleute dann die Narbe. Für sie ist der Höhlenlöwe die Inkarnation eines extrem mächtigen Gottes und das Überleben Aylas ein Zeichen für sie. Nur auf Grund dieses Zeichens gelingt es der Medizinfrau, Ayla in dem Clan behalten zu dürfen. Sie wächst unter ihnen auf und entwickelt sich immer mehr zu einer von ihnen, lernt ihre Sprache und wird auch von der Medizinfrau in ihrer Kunst ausgebildet. Doch nach einigen Jahren beginnt Ayla zu bemerken, dass sie anders ist als alle anderen um sie herum. Sie bemerkt ihre geistige Überlegenheit und kann sich mit vielen uralten Traditionen des Clans nicht identifizieren . Sie beginnt absolute Tabus zu hinterfragen und zu brechen. Dabei tut sie das nicht aus böser Absicht, sondern aus kindlicher Neugier. Dies beschwört natürlich heftige Konflikte herauf in deren Verlauf Ayla mehr als einmal drakonische Strafen durch den Clan drohen. Meinung

The Clan of the Cave Bear ist ein äußerst ungewöhnliches Buch. Auel siedelt zwar die Handlung in der eigentlich so einfach strukturiert und simpel scheinenden Steinzeit an, schafft duch die außergewöhnliche Konstellation zweier verschiedener Menschenrassen aber eine unglaublich Handlungsvielfalt und psychologische Tiefe. Auel schafft es dabei nicht nur, die farbenprächtige Landschaft der Schwarzmeerregion in der Steinzeit zum Leben zu erwecken, sondern auch und insbesondere die Charaktere wirken äußerst vielschichtig und interessant. Sie legt dabei ein solches Einfühlungsvermögen an den Tag, dass es mir meistens so schien, als würden hier wirkliche Menschen agieren und Beschreibungen der Clansleute, die eher Affen ähnelten mussten mich immer wieder an die Fremdartigkeit der Akteure erinnern. Dabei überträgt die Autorin nicht moderne Handlunsmuster einfach in die Steinzeit, sondern lässt eine äußerst glaubwürdige und dichte Welt entstehen an deren Existenz dem Leser nur selten Zweifel kommen. Die Handlung an sich ist relativ simpel, wirkt aber durch die Fremdheit des Szenarios und die Vielschichtigkeit und Tiefe der Charaktere niemals langweilig oder zähflüssig.

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