Sternstunden der Menschheit

(Fischer 1998, 304 Seiten, 3-596-20595-6)

Sehr gute, manchmal aber zu "künstlerische", historisch korrekte Kurzgeschichten.

In 14 Kurzgeschichten beschreibt Stefan Zweig Sternstunden der Menschheit. Dabei sucht er sich nicht unbedingt die großen Ereignisse heraus, die in jedem Geschichtsbuch stehen, sondern eher unbekanntere, aber für die Menschen äußerst wichtige. So beschreibt er zum Beispiel die Verlegung des ersten transatlantischen Telegraphenkabels oder die Entwicklung der Bedeutung der Marseillaise während der französischen Revolution. Dabei schreibt Zweig nicht wissenschaftlich analytisch, sondern menschlich und mit einem sehr feinen Blick für Emotionen. Daher hat man oft nicht das Gefühl, ein Sachbuch über historisch bedeutsame Momente zu lesen, sondern Geschichten und Anekdoten von Menschen. In einigen Geschichten driftet Zweig dann aber leider auch in einen sehr anstrengenden „künstlerischen“ Sprachstil ab, was diese Geschichten, dann wesentlich weniger lesenswert macht.

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