Solarstation

(Bastei-Lübbe 1999, 317 Seiten, 3-404-24259-9)

Ein super Science Fiction Thriller der einen schon nach wenigen Seiten gefangen nimmt und nicht mehr los läßt.

Im Jahr 2015 umkreist eine riesige Weltraumstation die Erde. Die NIPPON ist eine japanische Produktion, in der eine alternative Energieentwicklung erprobt wird. Mit hauchdünnen und ungeheuer großen Sonnensegeln wird Solarenergie erzeugt, die dann mittels eines Laserstrahls auf die Erde transportiert wird. Lange Zeit lang verläuft der Alltag auf der Station ohne Probleme, doch irgendwann geschieht ein Mord. Bald darauf dockt ein fremdes Raumschff an die Station an und seine Besatzung kann die NIPPON in ihre Gewalt bringen. Sie wollen jedoch kein Geld erpressen, sondern planen eine Tat, die viele Hunderttausend Menschen das Leben kosten könnte. Der „Hausmeister“kann sich jedoch aus seinem Gefängnis befreien und versucht nun, die Fanatiker zu stoppen. Er kennt alle Geheimnisse der Station und nutzt sie aus, um die wahnsinnige Tat zu verhindern.

Der Klappentext verspricht „eine Art ‚Stirb Langsam‘ im Weltraum“und dieser Vergleich ist durchaus nicht weit her geholt. Wie Bruce Willis stellt sich hier ein Mann gegen eine Gruppe von brutalen und skrupellosen Gangstern. Dabei konzentriert sich Eschbach jedoch nicht auf die Action, sondern baut eine glaubwürdige und sehr spannende Geschichte auf. Er läßt sich Zeit, bis er mit der eigentlichen Handlung beginnt, jedoch sind bereits seine anfänglichen Beschreibungen des Lebens in der Raumstation so fesselnd geschrieben, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Als dann das fremde Raumschiff an die NIPPON andockt baut Eschbach eine deratig dichte und spannende Atmosphäre auf, dass es noch schwieriger wird, eine Lesepause einzulegen. Dazu trägt auch bei, dass Eschabch eine klare Sprache verwendet und sich nie hinter Andeutungen oder leichten Hinweisen auf Brutalitäten versteckt, sondern diese klar und offen benennt. Somit kann sich der Leser sehr einfach in die Position der handelnden Figuren versetzen. Die Figuren sind allerdings nicht derartig ausgearbeitet, wie es z.B. in Eschbachs Das Jesus Video der Fall war, jedoch ist dies bei einem deraritgen Roman auch kaum notwendig.

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