Schwarze Nebel (Eaters of the Dead)

(Avon 2006, 291 Seiten, 978-0-06-089156-5)

Interessante arabische Reiseberichte aus Skandinavien.

Ahmad Ibn Fadlan wird im Jahr 922 als Gesandter des Kalifen von Bagdad zum König der Bulgaren geschickt. Dort treffen er und seine Begleiter auf eine Gruppe Skandinavier und reisen mit ihnen nach Nordeuropa.

Ahmad schreibt in seinen Reiseberichten über ihre Erlebnisse bei den Nordmännern, deren Sitten und Gebräuche und ihre Angst vor den Monstern aus dem Nebel. Später stellt sich heraus, dass die Skandinavier Ahmad und seine Begleiter mitgenommen haben, weil sie laut einer Weissagung einen dreizehnten fremdländischen Kämpfer brauchten.

Wie Crichton in der Einleitung schreibt, ist Eaters of the Dead entstanden aus der Übersetzung eines bruchstückhaft überlieferten Manuskripts, was man der Sprache auch deutlich anmerkt. Es steht für mich außer Zweifel, dass es sich um spannenden Stoff handelt, der zudem aus einer ungewöhnlichen und äußerst interessanten Perspektive geschrieben ist. Leider ist die Erzählung aber doch recht holprig und teilweise, besonders gegen Ende, etwas zäh. Ein solcher Reisebericht lässt außerdem leider an manchen Stellen etwas wenig Raum für Spannung.

Der Autor schreibt ein erklärendes Vor- und Nachwort sowie viele interessante und erläuternde Fußnoten, wo er sich jedoch nach eigenem Bekunden selbst über den Wahrheitsgehalt nicht immer im Klaren ist.

Eaters of the Dead war 1976 eines der ersten Bücher Crichtons, und wenn es mir auch ganz gut gefallen hat, hat der Autor sich mit späteren Werken noch deutlich gesteigert.

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