First Among Equals

(Pavillion 2000, 460 Seiten)

Ein typischer Archer: Einfach gut.

In den 60-er Jahren treten in Großbritannien vier junge Politiker auf die Bühne. Sie stammen aus unterschiedlichen Schichten und haben verschiedene Gründe, warum sie in die Politik streben. Ihr Ziel ist aber das gleiche: Macht. Um das zu erreichen, ziehen sie von Beginn an alle Register des politischen Ränkelspiels. Auf ihrem Weg erleben sie alle Rückschläge und Höhenflüge. Meinung

Rivalen ist ein weiterer typischer Jeffrey Archer Roman. Junge Menschen aus verschiedenen Schichten streben demselben Ziel entgegen und werden zu erbitterten Rivalen. Dabei schreibt Archer wie immer sehr flüssig und schafft es, den Leser von der ersten Seite an gefangen zu nehmen. Man merkt ihm an, wie gut er sich in die Lage der Jung-Politiker versetzen kann. Auch das politische Systems Großbritanniens scheint er gut recherchiert zu haben.

Darin liegt aber auch schon ein Schwachpunkt des Romans: Dem Leser wird nicht sofort klar, was eine Position in der Regierung denn jetzt eigentlich bedeutet. Zudem wirkt das Buch ein wenig überfrachtet, da Archer vier Biographien auf 460 Seiten unterzubringen versucht. Manchmal hatte ich Probleme nachzuvollziehen, wer denn jetzt auf welcher Position ist, welche Nebentätigkeit ausübt und welche Probleme hat. Mit einem kleinen Notizzettel in der Hand ist dieses Problem aber schnell beseitigt. Der Aufwand lohnt sich aber auf jeden Fall, denn Rivalen ist sowohl spannend als auch interessant, da es einen guten Einblick in die britische Politik bietet. Diese ist im Groben geschichtlich korrekt. Das Ende weicht zwar stark von der Realität ab, fällt aber in die Zukunft, da das Buch bereits 1984 geschrieben worden ist.

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