Spannender und einfallsreicher Thriller in den von einem Atomkrieg zerstörten USA.

Die Kubakrise konnte nicht beigelegt werden und 1962 begannen die USA und die UdSSR einen vernichtenden Atomkrieg. Die größten amerikanischen Städte sind vollkommen zerstört und die Bevölkerung lebt in Anarchie, da es keine funktionierende Regierung mehr gibt. Präsident Kennedy und alle hohen Funktionäre sind tot. Ein General hat formell die Macht übernommen, doch auch er ist nicht in der Lage die Sicherheit im Land wiederherzustellen. 1972 wird in Bosten ein Kriegsveteran erschossen. Carl Landry ist zu dieser Zeit Reporter beim Boston Globe und berichtet über den Tod. Doch als er weitere Nachforschungen anstellt wird er von seinem Chefredakteur zurückgepfiffen. Er lässt sich jedoch nicht aufhalten, da ihm an dem Tod einiges merkwürdig vorkommt, unter anderem dass der Toten ihn einige Tage vorher getroffen hatte um ihm eine Namensliste zu übermitteln. Landry findet heraus, dass der Tote in den Tagen der Kubakrise im nächsten Umfeld von Präsident Kennedy gearbeitet hat und das dort nicht alles so abgelaufen war, wie die Bevölkerung glaubt. Bei seinen Ermittlungen bekommt er Unterstützung von einer britischen Journalistin der Londoner Times. Auf einer Journalistenreise in die zerstörte Hauptstadt wird ein Attentat auf Landry und seine Kollegin verübt und sie verschwinden in den Untergrund. Von dort führen sie ihre Untersuchungen weiter.

Es ist sicherlich kein allzu innovatives Setting, das DuBois sich für seinen Roman ausgesucht hat, aber es ist ihm trotzdem ein sehr einfallsreicher und überraschender Thriller gelungen. Dies liegt zum einen daran, dass seine USA nach dem Atomkrieg sehr gut durchdacht ist und er es auch versteht dem Leser die Lebensumstände dort eindringlich zu vermitteln. Von Beginn an spürt man als Leser den Druck, der über der Nation liegt und die faktische Anarchie die in weiten Teilen des Landes das Leben bestimmt. Zum anderen ist die Handlung von Resurrection Day sehr wendungsreich und weitestgehend glaubwürdig. Immer wieder überrascht DuBois den Leser mit neuen Hinweisen oder falschen Fährten, sodass die eigentliche Marschrichtung des Romanes erst recht spät klar wird. DuBois Charaktere sind nicht überragend, doch ihre Handlungen wirken meist konsistent und glaubwürdig.

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