Rausch (Signal & Noise)

(Arrow 2004, 607 Seiten, 0-09-946018-1)

Eine Geschichte über das erste Transatlantik-Telegraphenkabel, leider nicht besonders gut gelungen.

Ingenieur Chester Ludlow gehört einem kleinen Unternehmen an, das es sich zum Ziel gesetzt hat, das erste transatlantische Telegraphen-Kabel zu legen. Mit einer künstlerischen Präsentation ihres Vorhabens versuchen sie zunächst, in London Investoren für dieses Projekt zu finden.

Ludlow und die Künstlerin Katerina Lindt, beide verheiratet, kommen sich währenddessen näher. Als sie genügend Geld zusammen haben, stechen Ludlow und Kollegen in See und beginnen, das Kabel auszulegen. Doch bei einem heftigen Sturm reißt das Kabel und verschwindet in der Tiefe.

Zunächst entmutigt, nehmen sie doch einen zweiten Anlauf, suchen wieder Investoren, und starten einen zweiten Versuch, ein Kabel von Großbritannien nach Neufundland zu legen. Auch dieses Mal scheitern sie, und dann kommt auch noch der nordamerikanische Bürgerkrieg dazwischen.

Dem Klappentext nach versprach Signal and Noise ein sehr interessanter Roman zu werden, und auch der Vorspann hat mir gut gefallen. Sehr lebhaft schildert der Autor das London der 1850er Jahre und das damalige Bestreben, Euroa per Telegraphenleitung mit dem nordamerikanischen Kontinent zu verbinden.

Leider verliert die Erzählung nach dem ersten gescheiterten Versuch mit dem Kabel ziemlich an Schwung. Die esoterischen Spielereien von Ludlows Frau, die unbedingt Kontakt zu ihrer verstorbenen Tochter aufnehmen will, waren im Anfang noch eine nette Unterbrechung der Handlung, aber dann zieht sich die Erzählung ziemlich in die Länge. Völlig konfus wird der Roman, als sich der Leser unvermittelt im amerikanischen Bürgerkrieg wiederfindet.

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