Popcorn (Popcorn)

(Goldmann 254, 254 Seiten, 3-442-44624-4)

Sehr empfehlenswert für Unerschrockene, die mit Ironie umgehen können.

Bruce Delamitri ist Regisseur. Ein Kultregisseur, um genau zu sein, der durch extreme Gewaltdarstellung in seinen Filmen auf sich aufmerksam macht. Die eine Hälfte der Welt verdammt ihn dafür, doch die andere Hälfte liegt ihm zu Füßen und feiert ihn mit dem ultimativen Preis: Er gewinnt den Oscar für seinen neuesten eiskalten Thriller. Die Wogen schlagen hoch, denn Bruce ist der wohl kontroverseste Gast auf der Veranstaltung. Kritische Worte, seine Filme könnten zur Gewalt animieren, fegt er mit einer lässigen Handbewegung davon. Doch dann bekommt er in der Nacht der Preisverleihung noch häuslichen Besuch von zwei durchgeknallten Killern, die ihm beweisen, dass seine Filme durchaus als Vorlage für die Realität dienen können…

Was soll man zu diesem Buch sagen? „Popcorn“führte wochenlang die britische Bestsellerliste an und dazu fällt mir nur eins ein: Das war absolut berechtigt. Wer sich schon immer gefragt hat, ob die Medien wirklich einen schädlichen Einfluss auf uns und unsere Kinder haben, wird in diesem Buch sicherlich keine zufrieden stellende Antwort finden, aber ein paar sehr interessante neue Perspektiven sind sehr wohl dabei. Zynisch- ironisch ist die Brille, mit der dieses Buch auf das menschliche (Miss-)Verhalten blickt und doch ist vieles so treffend, dass man als Leser nicht anders kann, als dümmlich in sich hinein zu grinsen. Vielleicht sieht man hinterher sogar selbst einige Dinge anders und kann über manche Vorurteile schon wieder herzlich lachen.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben