Ein klasse Buch.

Der „Große Planet“ist ein Planet gigantischen Umfangs. Er wurde vor langer Zeit von Menschen besiedelt, die die globale Kontrolle satt hatten. Sie leben nun in vielen Kleinstaaten, jeder mit seinen eigenen Gesetzen und Riten. Auf dem Planeten finden sich z.B. Anarchisten, Dissidenten und alle Arten von Abweichlern. Als nun eine Kommission von der Erde den Planeten besuchen will, stürzt ihr Raumschiff wegen eines Sabotageaktes ab. Mitten im Dschungel werden sie dabei in einem kleinen Dorf aufgenommen. Dieses Dorf liegt nicht weit entfernt von der Stadt Beaujolais. Doch deren Herrscher dehnt sein Gebiet mit Gewalt aus und hat kein Interesse daran, dass die Kommission von der Erde überlebt. Daher sehen sich die Menschen gezwungen, die 40.000 Meilen entfernt liegende Erd-Enklave aufzusuchen. So machen sie sich auf einen beschwerlichen und gefährlichen Fußmarsch. Dabei treffen sie auf die merkwürdigsten Menschen und Kleinstaaten und müssen dabei noch einen Verräter unter sich finden.

Jack Vance zeichnet ein faszinierendes Bild einer anarchistischen Welt. Dabei zeigt er schön auf, wie sich die einzelnen Staaten auseinander gelebt haben, und wie sie nun ihre Zwistigkeiten austragen. Die Charaktere bleiben dabei ständig glaubwürdig, bleiben allerdings nur Hüllen. Vance füllt seine Figuren nicht so stark mit einer eigenen Persönlichkeit aus und beschränkt sich zumeist auf das Beschreiben der Geschehnisse. Hier hätte man durchaus dem Roman noch etwas mehr Leben verschaffen können, denn insgesamt war er mir doch etwas zu kurz. Die Geschehnisse aber beschreibt Vance so lebendig, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen und es so recht schnell durchgelesen ist. Die relative Kürze ist für mich aber der deutlichste Schwachpunkt dieses Buches, da der „Große Planet“noch viel weiteres interessantes und aufregendes Potential geboten hätte

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