Mitternachtsfalken (Hornet Flight)

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(Pan Books 2003, 580 Seiten, 0-330-49068-0)

Spannender Spionageroman aus dem dänischen Widerstand gegen die Nazi-Besatzung.

Harald Olufsen, ein junger Däne, ist 1941 fast mit der Schule fertig und gar nicht froh über die deutsche Besatzung Dänemarks. Auf einem militärischen Gelände der Nazis entdeckt er eine gut versteckte Antennenanlage, die er sich aus Neugier genauer anschaut.

Währenddessen hat die britische Luftwaffe bei Angriffen auf Deutschland immer mehr Verluste zu beklagen, und die britische Agentin Hermia Mount vermutet dahinter besondere Erfolge der Nazis bei der Entwicklung eines Radarsystems, das irgendwo an der dänischen Küste installiert sein muss. Zusammen mit ihrem dänischen Verlobten bei der – von den Nazis fast lahmgelegten – dänischen Luftwaffe will sie Genaueres herausfinden, und so dauert es nicht lange, bis Hermia und Harald an einem Strang ziehen.

Nach Jackdaws schon wieder ein Roman aus der Zeit des zweiten Weltkrieges – ob Follett da nicht langsam der Stoff ausgeht? Ein klares Nein! Auch Hornet Flight ist wieder ein sehr spannender und ausgesprochen interessanter Roman. über den skandinavischen und insbesondere dänischen Widerstand gegen die Nazis liest man ja sonst relativ wenig, schon alleine das macht Hornet Flight lesenswert. Die wesentliche Handlung des darum gebauten Romans besteht darin, einen Satz Photos aus Dänemark nach Großbritannien zu schmuggeln. Follett schafft es, daraus fast 600 Seiten zu machen, ohne dass es irgendwo langatmig würde, und trotzdem den Roman nicht mit spektakulären Nebenhandlungen zu überfrachten. Dabei macht der Autor die Sichtweisen der einzelnen Personen sehr schön deutlich. Follett hat es wieder einmal geschafft, die auf meinem Lesezeichen beworbene Tasse Tee, die zu einer gemütlichen Lesestunde gehört, mehrmals kalt werden zu lassen.

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