Solide spannender Krimi ohne großes Spektakel.

Der geheimnisvolle Mr. Shaitana, ein leidenschaftlicher Sammler, lädt den Detektiv Hercule Poirot zu einem Abendessen ein. Mit seiner „Sammlung von perfekten Verbrechen“ macht er Poirot die Einladung schmackhaft – und nicht nur ihm, sondern auch anderen detektivisch Interessierten. Die Bridge-Partie nach dem Abendessen endet allerdings tödlich für Shaitana, der quasi vor aller Augen von einem der anwesenden umgebracht wird. Oberinspektor Battle von Scotland Yard, auch einer der Gäste, übernimmt zusammen mit Poirot die Ermittlungen und gräbt dabei zurück in die Vergangenheit der Beteiligten.

Mit offenen Karten ist ein schöner Krimi von Agatha Christies Reihe über Hercule Poirot. Die Autorin erzählt hier eine spannende Geschichte ohne überflüssiges Spektakel mit einer interessanten, wenn auch nicht durchweg sympatischen Hauptperson. Der belgische Meisterdetektiv stellt mit großem Scharfsinn die richtigen Fragen, aber nicht nur zum Ende des Romans, wo er in großer Runde die Aufklärung des Falls und damit sich selbst in Szene setzt, wirkt er reichlich arrogant. Wenn ich mir schon Kommentare wie „Agatha Christie – sowas liest heute noch jemand?“ anhören musste, hat mir Mit offenen Karten gut gefallen.

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