Maskenspiel

, Teil 1

(Gmeiner 2005, 277 Seiten, 3-89977-636-4)

Solider, aber etwas flacher Bamberger Detektivkrimi.

Katinka Palfy hat Geschichte und Archäologie studiert und arbeitet seit kurzem als selbständige Privatdetektivin in der Bamberger Altstadt. Sehnsüchtig wartet sie auf ihren ersten Fall als sie einen Anruf von ihrem ehemaligen Professor bekommt. Am Lehrstuhl eines Kollegen ereignen sich seltsame Dinge: Daten werden manipuliert und Disketten verschwinden. So begibt sich Katinka mit Hilfe ihres Freundes Tom und der Journalistin Britta in das ihr bekannte Universitätsmilieu. Kurz nachdem sie ihre Ermittlungen begonnen hat gibt es sogar einen Mord. Meinung

Da sich die Universitätsdozentin Schmöe meine Unistadt als Handlungsort für ihren Krimi ausgesucht hat, musste ich Maskenspiel natürlich lesen. Dadurch das die Autorin das Milieu in dem sie ihre Handlung angesiedelt hat selber kennt kann sie dem Leser interessante Einblick in die Arbeit an den Lehrstühlen bieten. Die Krimihandlung ist gefällig und glaubwürdig konstruiert und Schmöe schafft es auch, einen schönen Spannungsbogen zu schlagen. Schmöe gelingt es allerdings nicht, ihre Figuren plastisch erscheinen zu lassen. Sie wirken immer ein wenig Schablonenhaft. Zudem ist ihr Schreibstil durchsetzt von umgangssprachlichen Formulierungen und Wortverwendungen. Pluspunkte sammelt Maskenspiel bei mir natürlich noch durch die ausführliche Einbindung von Bamberger Begriffen und Örtlichkeiten, durch die der Roman für Kenner Bambergs sehr an Lokalkolorit gewinnt.

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