Mann ohne Makel

(Kiepenheuer & Witsch 2002, 379 Seiten, 978-3-462-03126-3)

Schwacher Krimi.

Josef Maria Stachelmann ist Dozent für Geschichte an der Uni Hamburg, wo er frustriert an seiner Habilitation arbeitet. Sein früherer Mitstudent Ossi Winter, Kriminalkommissar bei der Hamburger Polizei, bittet ihn um Hilfe bei einem Mordfall: Frau und Kinder eines angesehenen Maklers wurden vor drei Jahren umgebracht. Vage Spuren führen 50 Jahre in die Vergangenheit und wecken die Neugier des Historikers. Stachelmann reist zu Ermittlungen nach Berlin – ein Ausflug, der für ihn ziemlich schnell zu einem Horrortrip wird.

Christan von Ditfurth hat mich mit diesem Roman nicht begeistern können. Die Geschichte mit ihrem Bezug zur Vergangenheit ist reichlich weit hergeholt, die Handlung kommt mir teilweise sehr konstruiert vor. Der wenig erfolgreiche Historiker Stachelmann, der sich hier als Detektiv versucht, kann als Hauptfigur nicht überzeugen. Wirkliche Spannung baut der Autor in der Erzählung ebenfalls nicht auf. Auf dem Buchumschlag wird ein Vergleich des NDR zitiert, der Stachelmann als Nachfolger Wallanders lobt – dem würde ich zustimmen: beide Figuren sind gleichermaßen wenig überzeugend. Für mich wird „Stachelmanns erster Fall“ wohl auch der letzte bleiben.

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