MAK

(BoD 2004, 447 Seiten, 3-8224-1408-1)

Sehr guter Erstling, dem etwas mehr Tempo nicht geschadet hätte.

Mak Poppinga ist ein Mischling. Sein Vater ist ein Mensch und seine Mutter stammt von dem Planeten Diamarra. Nach der Trennung seiner Eltern wächst er auf dem Planeten Neu Hannover bei seinem Vater uns seiner zweiten Ehefrau auf. Seine verwöhnte Halbschwester Alexie macht ihm das Leben schwer und auch unter seinen Mitschülern eckt er aufgrund seines kleinen und schmächtigen diamarranischen Körperbaus an. Von allen Missverstanden wird er in das Internat Scylla geschickt, wo er sich aber auch nich lange halten kann. Die nächsten Jahre seines Lebens wird er bei einer Netzknüpferfamilie auf Seemarie und seinem Onkel auf dem Planeten Floyd verbringen.

In ihrem Roman über Mak spricht sie ein Thema an, das nicht nur in ihrer fiktiven Zukunft relevant ist: Außenseitertum und Ausgrenzung. Mak treibt durch die Galaxis und landet mal hier, mal dort. Erst spät realisiert er, dass es an ihm liegt, sein Schicksal in die Hand zu nehmen und sich auf die Reise in die Heimat zu machen. Dabei arbeitet Hibbing den Charakter von Mak sehr detailliert heraus. Sie zeigt seine Entwicklung und lässt den Leser seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Sie lässt sich dabei Zeit, um ihre Figuren an Tiefe gewinnen zu lassen. Die Handlung verläuft sehr ruhig und ohne knallige Höhepunkte, aber ist dafür umso reicher an kleinen skurrilen Momenten, die mehr über Maks Leben verraten als mehrseitige Abhandlungen es könnten. Manchmal wurde mir der Roman allerdings zu ruhig und handlungsarm.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben