Sehr guter zweiter Band, mit intensiverer Atmosphäre, aber etwas schwächerer Handlung.

Nachdem Lord Prestimion es in König der Erinnerungen gelungen ist, dem Ursupator Korsibar die Krone des Coronals wieder abzunehmen, muss er sich nun um die Verwaltung des riesigen Planeten Majipoor kümmern. Dabei steht eine Epedemie des Wahnsinns im Mittelpunkt des Interesses, denn Prestimion vermutet, selber für diese verantwortlich zu sein und befürchtet eine weitere Ausdehnung. Zudem spielt auch der Prokurator des großen Kontinentes Zimroel eine wichtige Rolle. Er wurde am Ende des Bürgerkrieges von Prestimion verhaftet, ihm gelingt aber die Flucht und so muss Prestimion ihn über den halben Kontinent verfolgen um dessen Plan eines erneuten Krieges um die Krone zu vereiteln. Zwischen all diesen Problemen lernt Prestimion auch noch die Kaufmannstochter Varaile kennen und lieben.

Nachdem Silverberg in König der Erinnerungen eine epische Geschichte relativ zügig und mit wenig Atmosphäre erzählt, findet er in Lord Prestimion ein deutlich besseres Gleichgewicht zwischen Handlung und Weltbeschreibung. Die riesige Welt Majipoors wird durch die weiten Reisen Prestimions und seiner Gefolgsleute sehr intensiv und glaubwürdig beschrieben. Der Leser kann sich Situationen sehr gut bildlich vorstellen und auch die Charaktere wirken plastischer als im ersten Band. Zur Geschichte der Welt sagt Silverberg aber immer noch sehr wenig. Dafür scheint die Handlung dieses Mal deutlich konstruierter, wirkt aber durch die Verknüpfungen zu dem in dieser Hinsicht sehr guten ersten Band immer noch im Großen und Ganzen plausibel.

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