Knochenfunde (Body of Lies)

, Teil 4

(Bantam 2002, 340 Seiten, 0-553-80097-3)

Plumpe Action, die über eine wenig überzeugende Handlung hinwegzutäuschen versucht.

Eve Duncan hat beruflich ständig mit dem Tod zu tun – ihr Job ist es, übel zugerichteten Mordopfern wieder ein Gesicht zu geben. Sie soll an einem Fall höchster Geheimhaltung arbeiten. Sie lehnt dies zunächst ab, da sie sich gerade erst von ihrer eigenen Vergangenheit und dem Tod ihrer Tochter seelisch erholt hat, lässt sich dann aber doch zu einer Arbeit an diesem Fall bringen. Es soll die Identität eines Mannes geklärt werden, von dem nur noch ein verbrannter Schädel übrig ist. Doch irgendjemand will nicht, dass dies aufgedeckt wird, und so kämpft sich Eve nicht nur durch ihre Arbeit, sondern schließlich auch um ihr Leben und das ihrer Familie.

Body of Lies hat einige Parallelen zu Kathy Reichs‘ Déjà Dead, nicht nur von der Hauptperson her (bei Reichs eine Gerichtsmedizinerin), sondern auch vom allgemeinen Eindruck her. Es kommt nicht besonders viel Spannung auf, und über eine ansonsten hier noch dürftigere Handlung wird mit deutlich übertriebener dumpfer Action hinweggespielt. Den Geheimbund „Cabal“, der hier hinter den Verbrechen stecken soll, würde ich auch eher unter „wilde Verschwörungstheorien“ einordnen. Auch wenn die Autorin im gleichen Verlag schon mehr als 15 Bücher veröffentlicht hat – für mich besteht da kein weiterer Bedarf.

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