Kirinja (Kirinya)

, Teil 2

(Heyne 2000, 605 Seiten, 3-453-17091-1)

Spannende und tiefgründige Gedanken in einem Roman, dem ein wenig die Spannung und der rote Faden fehlen.

Das Buch stand schon lange in meinem Regal und irgendwie hat es mich lange nicht gereizt, aber nachdem ich an anderer Stelle eine Rezension über ein anderes Buch von Ian McDonald gehört habe, bin ich dann doch mal neugierig geworden. Ich habe es nicht bereut, auch wenn ich nicht nur Lobeshymnen über Kirinja singen kann. Das fängt damit an, dass es mir schwergefallen ist, in die Handlung zu finden. McDonald bietet zu Beginn keinerlei Hintergrundinformationen und alles bleibt irgendwie in der Handlung versteckt. Das könnte zwar daran liegen, dass Kirinja an sein Buch Chaga anschließt, erschwert den Einstieg jedoch nichtsdestotrotz erheblich. Hat man sich jedoch einmal in der Welt der Zukunft zurechtgefunden, in der die Nordhalbkugel mit der Südhalbkugel in militärischem Konflikt liegt und in der die nanotechnologische Veränderung des menschlichen Körpers zum Normalfall geworden ist, erwartet den Leser die Lebensgeschichte zweier Frauen, die in das Zentrum des Konflikts zwischen Nord und Süd geraten und es dabei nicht versäumen, nach ihrem Glück zu suchen. Die Welt, die McDonald in seinem Buch beschreibt wirkt nach der Eingewöhgnungszeit sehr plastisch und glaubwürdig. Auch die Geschichten, die er schildert, bleibt plausibel und besticht in erster Linie durch die gut ausgearbeiteten und tiefgründigen Charaktere. Dabei fehlt dem Buch jedoch ein wenig der rote Faden, die Handlung, an der sich der Leser orientieren kann, denn es bleibt lange Zeit unklar, worum es in dem Buch eigentlich geht.

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