Red Storm Rising

(Goldmann 1994, 734 Seiten, 3-442-44467-5)

Wer sich an den moralischen Fragwürdigkeiten eines Kriegsromanes nicht stört, erlebt eine sehr genaue, spannende und glaubwürdige Schilderung eines möglichen dritten Weltkrieges.

Nach einem Anschlag auf eines der größten sowjetischen Ölfelder und die angeschlossene Raffinerie droht der Sowjetunion eine Ölknappheit. Um dieses Problem zu vermeiden, beschließt das Politbüro eine Eroberung der arabischen Ölfördernationen. Um dies bewerkstelligen zu können, erscheint es Moskau jedoch nötig, die NATO erheblich zu schwächen. Dazu wird ein Feldzug gegen Westeuropa geplant. Dieser wird dann auch durchgeführt und ein gewaltiger Krieg beginnt…

Tom Clancy hat mit Im Sturm einen mitreißenden und äußerst spannenden Kriegsroman geschaffen. Es gelingt ihm, den Leser in die Kampfsituationen einzubeziehen und beschreibt dabei Technik und Strategie sehr präzise. Clany wählt eine vom Geschehen distanzierte Perspektive und vermeidet bewusst moralische Fingerzeige und tragische Einzelschicksale, beschreibt dagegen den Krieg in seiner strategischen Kaltheit. Dies mag zwar wenig moralisch sein, schafft aber eine spannende und weite Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt und ihn geradewegs in die Strategiezentrale einer Großmacht versetzt.

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