Gefällig geschrieben, aber zu oberflächlich und einfach um wirklich gut zu unterhalten.

Zwei Länder, ein alter Konflikt: Altima ist ein wirtschaftlich und wissenschaftlich weit entwickeltes Land, das in vielem dem Westeuropa des beginnenden 20. Jahrhunderts ähnelt. Umgeben ist es von der sogenannten Randregion die aus mehreren Nationen besteht, und eigentlich viel größer ist als Altima, aber sowohl wirtschaftlich als auch mitlitärisch äußert rückständig. Die Randländer und insbesondere Bartokhrin werden von Altima ausgebeutet und dienen in erster Linie als Rohstoffquellen und Absatzmärkte.

Doch dann ereilen Altima zahlreiche Selbstmordanschläge auf militärische und zivile Ziele. Der Luftwaffenkadett Chamus überlebt einen solchen Anschlag knapp, bei dem alle seine Klassenkameraden umkommen. Er ist der Sohn eines Piloten und auch sein Großvater war in seiner aktiven Zeit ein erfolgreicher Militär. Bei einem späteren Übungsflug muss er auf dem Gebiet von Bartokhrin notlanden und trifft Rhiadni, die von zuhause ausgerissen ist, finden sie sich plötzlich inmitten eines nahenden Katastrophe.

Der Rahmen des Romanes kommt einem sehr bekannt vor: Eine wirtschaftlich und militärisch dominante Nation nutzt ihre Stärke um ärmere Gebiete zu unterdrücken und auszubeuten. Auch Selbstmordanschläge als Mittel extremistischer Gruppen, um sich gegen diese Übermacht zur Wehr zu setzen, sind keineswegs neu. McGann nimmt diese hochaktuellen Themen und verpflanzt sie in eine Fantasy-Welt, in der er dann eine einfache Geschichte über Menschlichkeit und Prinzipientreue erzählt. Diese Geschichte ist zwar gut geschrieben und sehr gefällig zu lesen, aber die Konstruktion ist leider sehr einfach. Es scheint, als habe McGann versucht, eine sehr verinfachte Beschreibung der aktuellen Welt einfach in ein Fantasy-Milieu zu übersetzen. Dadurch erscheint die Welt sehr simpel und erscheint dem Leser als sattsam bekannt.

Zudem ist die Handlung weitestgehend vorhersehbar und weist kaum überraschende Wendungen auf. Auch die Charaktere bleiben flach und manche Entscheidungen sind schwer nachvollziehbar. Insbesondere Rhiadni verhält sich äußerst sprunghaft und ihre Motivation bei großen Entscheidungen bleibt im wesentlichen im Dunkeln.

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