Travel

(Wunderlich 2001, 319 Seiten, 3-499-26342-4)

Im Kreis der Welt ist zum Teil faszinierend und spannend, wirkt teilweise aber auch einfach billig.

Besser bekannt als Autor von Medizinkrimis und High-Tech Thrillern, beschreibt Crichton in Im Kreis der Welt seine Reisen. Eigentlich, so sagt er, unternahm er diese nicht um des Schreibens willen, sondern um dem alltäglichen Leben zu entfliehen. Nach einiger Zeit hielt er es aber für seine Pflicht als Autor, über seine Erlebnisse zu berichten. In seinem Buch beschreibt er aber nicht nur seine Reisen nach Bangkok oder auf den Kilimandscharo, sondern auch seine Ausflüge in die Welt des Übersinnlichen und des Spiritistischen.

In genau diesen Beschreibungen liegt das große Manko des Buches: Gerade als Naturwissenschaftler (er ist studierter Mediziner) sollte er das, was er erlebt, hinterfragen oder zumindest differenziert behandeln. Er schreibt jedoch sogar ausdrücklich, dass er das Erlebte einfach hinnimmt, ohne sich um das „Warum?“ zu kümmern. Deshalb klingt das Buch in einigen Teilen wie eine plumpe Sammlung übersinnlicher Ereignisse. Die letzten dieser Kapitel habe ich dann nur noch überflogen. Wenn Crichton jedoch über seine Touren durch fremde Städte oder den südamerikanischen Urwald berichtet, kommt seine Fähigkeit, den Leser zu fesseln, wieder zum Vorschein. Er schreibt faszinierend und gibt dem Leser einen kurzen Einblick in fremde Kulturen.

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