Hospital Station ist ein guter, glaubwürdiger, aber anspruchsloser Roman, dem es ein wenig an Atmosphäre mangelt. Er ist aber gut für lange Bahnfahrten, wo man eh nichts anderes zu tun hat.

„Orbit Hospital“ist ein riesiges interstellares Krankenhaus. In ihm können sämtliche Umweltbedingungen der verschiedensten Planeten simuliert werden können, um alle möglichen Wesen behandeln zu können. So können Schwerkraft, Druck und auch die Atmosphäre nach Bedarf angepasst werden. In diesem Krankenhaus nun lebt und arbeitet Dr. Conway, der Arzt für Aliens ist. Das Buch beschreibt nun, wie er sich nicht nur mit Patienten, sondern auch mit seinen Vorgesetzten auseinander setzen muss. Insgesamt gibt es fünf lose zusammenhängende Geschichten, die von den Hauptpersonen zusammengehalten werden. Sie zeigen den Aufstieg des Doktors, der sich gegen die Meinung aller stellt, aber letztenendes doch Recht behält.

Das, was mir an dem Buch am besten gefällt, ist die Abkehr von der Vorstellung, das alle Außerirdischen den Menschen ähnlich sind. Der Autor geht sogar noch weiter und äußert, dass alle Spezies der Galaxis sich selber als Menschlich bezeichnen. Dabei sind die Rassen von Grund auf verschieden. So gibt es Methanatmer, Chloratmer aber auch Sauerstoffatmer. Es gibt Wesen die bei 4 G oder auch bei 0,1 G Schwerkraft leben. Es gibt telephatisch veranlagte oder auch emphatische Rassen. Diese Vielfalt wird vorallem dadurch klar, dass ein vierstelliges Bezeichnungssystem herhalten muss, um die Rassen auseinander zu halten. Dieses System wird dem Leser abe nur in Teilen erklärt, was dem Leser aber sehr oft gesagt wird ist, dass die Schulungbänder, die den den Ärzten die Anatomischen Einzelheiten über jede Spezies vermitteln, nicht nur die anatomischen Merkmale vermitteln, sondern auch die psychischen Merkmale teilweise annehmen lassen. Diese Erklärung trifft man in jeder Geschichte mindestens zweimal an. Ein zweiter Kritikpunkt, ist, dass das Buch dem Leser viel zu viele Möglichkeiten bietet eine Lesepause einzulegen, wodurch kein echter Lesefluß aufkommt.

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