Movin Mars

(Heyne 1999, 756 Seiten, 3-453-13309-9)

Heimat Mars ist all jenen uneingeschränkt zu empfehlen, die sich einfach in eine atmosphärische, ruhige und glaubwürdige Zukunftsvision fallen lassen wollen.

In der nahen Zukunft ist der Mars zu einem vom Menschen besiedelten Planeten geworden. Er ist aber keine Kolonie der Erde, sondern wird als eigenständiger, aber doch sehr abhängiger, Planet behandelt. Die Gesellschaft ist sog. Bindende Gruppen eingeteilt, auf die die Macht auf dem Planeten verteilt ist und von der jede ein Spezialgebiet besetzt. Die junge Casseia Majumdar passt nun nicht in das Image ihrer Gruppe. Sie will in die Politik gehen, um einen vereinigten Mars zu schaffen. Als sie dann als Praktikantin mit ihrem Onkel auf die Erde reist, um dort ihrem Ziel näher zu kommen wird sie schnell in eine Intrige verwickelt, die den Anfang für einen Krieg gegen den Mars und dessen Unabhängigkeit darstellt. Der Krieg nimmt bald Formen an, die die Marsbewohner vor eine schwierige Entscheidung stellen: Soll der „große Sprung“gewagt werden, oder nicht?

Heimat Mars ist trotz seiner dramatischen Handlung beileibe kein Actionroman. Bear setzt vielmehr auf eine ruhige und sehr atmosphärische Handlung, die er auf immerhin 756 Seiten entwickelt. Er baut Charaktere auf, die sehr glaubwürdig sind und die dem Leser immer mehr ans Herz wachsen. Insgesamt konzentriert sich das Buch stark auf die politische und die wissenschaftliche Ebene. Bear schreibt derartig intensiv, dass es bereits nach wenigen Seiten sehr schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.

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