Würdige Fortsetzung der Kultreihe mit einem fulminanten Ende.

Harry Potter ist zurück! Kurz nach seiner Rückkehr aus den Sommerferien, wird er schon wieder abgeholt, um den Rest der Ferien im Fuchsbau bei den Weasleys zu verbringen. Abgeholt wird er aber nicht von irgendjemandem, sondern vom Schulleiter Albus Dumbledore persönlich. Dieser macht viele Andeutungen, dass Harry in großer Gefahr sei und im Fuchsbau sicherer die Ferien verbringen könne. Dass sich Ungewöhnliches tut, erfahren sogar die Muggles aus ihren Zeitungen: Brücken stürzen ein, unaufgeklärte Morde verunsichern die Menschen und starke Hurricanes verwüsten Teile des Landes. Harry indes stößt in seiner direkten Umgebung auf etwas sehr seltsames: Während er in der Winkelgasse seine Schuleinkäufe tätigt, bemerkt er, dass sein Erzfeind Draco Malfoy einen sehr zwielichtigen Laden betritt und er belauscht dessen Gespräch mit dem Verkäufer. Dessen Sinn wird sich ihm aber erst sehr viel später erschließen. So geht es in ein neues, sehr ereignisreiches Jahr in Hogwarts, der Schule für Zauberei…

Lange und sehnlichst erwartet, lag er nun gestern in meinem Briefkasten: Harry Potter and the Half-Blood Prince Wie immer haben sich mit ihm viele Erwartungen verknüpft und nachdem Harry Potter and the Order of the Phoenix einige Potter-Leser aufgrund seiner doch sehr anderen Struktur irritiert hat, liefert J.K. Rowling jetzt eine gelungene Mischung aus dem ab, was die ersten vier und den fünften Band stark gemacht hat. Der rote Faden ist in Harry Potter and the Half-Blood Prince wieder klarer herausgearbeitet, allerdings bleibt die Gefahr immer noch eher latent im Hintergrund, bevor sie einhundert Seiten vor Schluss machtvoll hervorbricht. Allerdings finde ich den ersten Teil ein wenig zu sehr gestreckt und die Atmosphäre scheint bei weitem nicht so gedrückt wie in Band 5, obwohl es die Ereignisse erwarten lassen würden. Aber da es Rowling mal wieder gelingt, das Schloss mit all seinen Einwohnern wunderbar zum Leben zu erwecken, sei ihr dieser kleine Schwachpunkt verziehen. Harry, Hermine und Ron bilden natürlich wieder den Mittelpunkt von Rowlings Beschreibung des Lebens in Hogwarts und natürlich bleiben auch hier Reibereien und sogar handfeste Streitigkeiten nicht aus. Denn ein Thema beherrscht – neben dem Unterricht und Lord Voldemort – das Leben der drei: die Pubertät. Und ja, Harry bekommt eine Freundin… Wer es ist? Lasst euch überraschen!

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