Glennkill

(Goldmann 2000, 376 Seiten, 978-3-442-46415-9)

Ein lesenswerter Schafskrimi

Eine Schafsherde im irischen Glennkill ist in Aufruhr: sie finden eines Morgens ihren Schäfer George tot auf der Weide – und ein Spaten steckt in seinem Bauch. Wenn sie auch nicht nur positive Erinnerungen an George haben, so wollen die Schafe doch wissen, wer schuld am Tod ihres Schäfers ist. Da sie Menschen für unfähig halten, den Fall aufzuklären, machen sich Miss Maple (wohlgemerkt ohne -r-), das klügste Schaf der Herde, Mopple the Whale, das verfressene Gedächtnisschaf und ihre Herdengenossen selbst auf die Suche nach dem Mörder.

Glennkill ist ein spannender und vor allem sehr schön geschriebener Kriminalroman. Als Erzählperspektive hat die Autorin das Denken, Grasen und Handeln einer Schafsherde gewählt, und davon lebt Glennkill eigentlich erst. Mit viel Wortwitz und einer erfrischenden Erzählweise schafft die Autorin es, aus einer eher dünnen Rahmenhandlung eine über mehr als 350 Seiten spannende Geschichte zu schreiben.

Mir persönlich gefällt es gut, wenn die Hauptpersonen eines Romans vorher in wenigen Sätzen vorgestellt werden – so findet sich auch hier zu Beginn eine Liste „Dramatis oves“ – ein weiteres nettes Gimmick an diesem Roman ist ein Daumenkino in der Ecke der Buchseiten. Insgesamt fand ich Glennkill durchaus lesenswert und bin gespannt auf weitere Romane Swanns.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben