Wahres Buch, das für alle Manager zur Pflichtlektüre gehören sollte.

Im Personalmanagement scheint die Sache einfach: Suche möglichst gute Leute, bringe ihnen das spezielle Wissen bei, das sie brauchen, um ihre Aufgabe zu erfüllen und bringe sie dazu, an ihren Schwächen zu arbeiten. Dabei ist es wichtig, alle Mitarbeiter gleich zu behandeln, keine Unterschiede zu machen und die, die sich durch besondere Leistung hervortun, zu befördern. „Alles Unsinn“, sagen Marcus Buckingham und Curt Coffman, die sich in diesem Buch mit dem Managementstil von außergewöhnlich guten Managern beschäftigen. Sie beschreiben, was nach der Auswertung von tausenden Interviews mit Managern und Mitarbeitern von Unternehmen aus den verschiedensten Branchen den Stil außergewöhnlich guter Manager auszeichnet: Sie finden für jede Aufgabe den passenden Mitarbeiter und helfen ihm, seine Stärken – sie sprechen von Talenten – besser zu entwickeln und Wege zu finden, seine Schwächen zu umgehen. Gehaltserhöhungen und Status bemessen sich bei ihnen nicht an der hierarchischen Position, sondern an der Exzellenz der Leistung in einer konkreten Aufgabe. Daran gilt es, den Autoren zufolge, alles andere auszurichten: Mitarbeiterauswahl, Anreizsysteme, Weiterbildungsmaßnahmen und Mitarbeitergespräche.

Mit first, break all the rules legen Buckingham und Coffman ein spannendes und wichtiges Buch vor, das sich einem zentralen Thema des Managements widmet. Sei zeigen eindrucksvoll auf, warum das momentan etablierte System des Personalmanagements in die Irre geht und an welchen Stellen Änderungen vorgenommen werden müssen. Wie schon bei dem bekannten „PETER-Prinzip“ betonen die Autoren zurecht, dass gute inhaltliche Leistungen keineswegs für gute Managementfähigkeiten sprechen müssen und heben hervor, wie wichtig es ist, jeden Mitarbeiter als Individuum mit eigenen Schwächen und vor allem Stärken zu sehen. Nichts, was einem der gesunde Menschenverstand nicht auch schon sagen würde, aber im Bereich des Managements ist dieses Wissen leider noch nicht weit verbreitet. Das Buch ist locker geschrieben und auch auf Englisch leicht zu lesen. Die Autoren arbeiten ihre zentralen Argumente deutlich heraus und illustrieren sie mit schönen Beispielen.

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