Fermats letzter Satz (Fermat's Last Theorem)

(Fourth Estate 1997, 373 Seiten, 1-85702-521-0)

Fermats letzter Satz handelt von einer unscheinbaren Formel und den Folgen einer kurzen Randnotiz. Der französische Mathematiker Pierre de Fermat beschäftigte sich im 17. Jahrhundert mit der Frage, ob die Gleichung an + bn = cnfür positive ganze Zahlen lösbar sei. Er kam zu dem Ergebnis, dass dies nicht der Fall sei, sobald n größer als 2 ist. Er habe dafür einen Beweis gefunden, der nur leider nicht auf den Rand seines Buches passe. Dieser auf den ersten Blick unscheinbare Sachverhalt, der auch nur von sehr begrenztem praktischen Nutzen ist, ging als die »Fermatsche Vermutung«in die Geschichte der Mathematik ein. Die Suche nach einem Beweis sollte die Mathematiker noch über 350 Jahre in Atem halten, bis der britische Mathematiker Andrew Wiles nach langen Jahren der Forschung 1995 schließlich einen Beweis fand und man mit Fug und Recht von »Fermats letztem Satz«sprechen konnte.

Simon Singh beschäftigt sich in diesem Buch mit vielen Aspekten aus der Geschichte der Mathematik, die auch nur im Entferntesten etwas mit der Fermatschen Vermutung zu tun haben. Er beschreibt auch, wie berühmte Mathematiker nach Fermat sich die Zähne daran ausbissen, für ein scheinbar so simples Problem eine Lösung zu finden. Für einige Spezialfälle waren sie zwar mit der Zeit erfolgreich, aber ein allgemeiner Beweis – oder ein Gegenbeispiel – fanden selbst die genialsten Köpfe nicht. Erst im 20. Jahrhundert wurden wirkliche Fortschritte gemacht, und auch Wiles stieß auf dieses Problem. Singh beschreibt sehr schön, wie Wiles davon von Kindheit an fast besessen war und welche Anstrengungen er unternahm, um mit Hilfe der neuesten Erkenntnisse endlich einen Beweis verfassen zu können. Fermats letzter Satz richtet sich in erster Linie an mathematische Laien, es geht hauptsächlich um die Geschichte dieses Problems und den damit zusammenhängenden Lebensgeschichten einiger Mathematiker, insbesondere die Andrew Wiles‘. Mathematische Einzelheiten finden sich fast nur in einigen Anhängen, und auch diese sind relativ leichtverständlich geschrieben.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben