Spannende und anspruchsvolle Science Fiction von zwei Altmeistern des Genres.

Über dem Planeten Kalgash kreisen sechs Sonnen, und die Dunkelheit ist seinen Bewohnern unbekannt. Es gibt sogar eine instinktive Angst vor ihr. Auf diesem Planeten existiert eine Sekte, die den Untergang der Zivilisation für ein bestimmtes Datum vorhersagt. Sie kündet ein verheerendes Feuer an, das die Götter auf Kalgashs Bewohner loslassen würde, um sie für ihre Abkehr vom rechten Weg zu bestrafen. Diese Sekte jedoch wird von den meisten für eine Gruppe Irrer gehalten. In dieser Situation, kurz vor dem angekündigten Weltuntergang, treffen nun einige merkwürdige wissenschaftliche Erkenntnisse aufeinander: Zum einen entdeckt eine Archäologin einen Hügel aus niedergebrannten Städten;zum anderen entdeckt ein Astronom einen Fehler in der allgemein als richtig angenommenen Gravitationslehre, mit deren Hilfe die Position der Sonnen vorherberechnet werden kann. Alle diese Hinweise deuten auf eine einbrechende Nacht hin. Doch niemand glaubt diese Theorie…

Einbruch der Nacht ist eine weitere Romanausarbeitung einer Kurzgeschichte Asimovs durch Robert Silverberg. Und wie mit Der positronische Mann ist Silverberg ein faszinierender Roman gelungen. Silverberg beschreibt die Angst dieser fremden Kultur sehr plastisch und zeigt dem Leser mit einer kleinen Kostprobe gleich zu Beginn, was die Bewohner von Kalgash nach 150 Seiten erwartet. Durch diesen Kunstgriff schafft es der Autor, beim Leser, der ansonsten sehr früh ahnt, wie sich die Dinge entwickeln werden, eine Neugier dafür zu erwecken, was da kommt. Die Kultur auf dem Planeten Kalgash ist nicht sonderlich detailliert beschrieben. Silverberg beschränkt sich bewusst auf die handlungsrelevanten Aspekte. Dadurch bekommt Einbruch der Nacht eine hohe Intensität und lässt den Leser schon nach wenigen Seiten nur noch schwerlich los. Auch inhaltlich bieten Silverberg und Asimov einiges auf. So schildern sie die Streitigkeiten zwischen Wissenschaft und Religion, aber auch die Auswirkungen, die völlig unbegründete Ängste auf eine Zivilisation haben können. Zudem wird dem Leser auch die Beschränktheit eines jeden Weltbildes plastisch vor Augen gehalten.

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Bisher ein Kommentar zu Einbruch der Nacht

  1. […] es vielleicht "Einbruch der Nacht" von Isaac Asimov? Die kritische Seite : Einbruch der Nacht __________________ Kirk: Es liegt mir fern, den Teufel an die Wand zu malen … Spock: Ich sehe […]

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