Dieser Roman ist weder Fisch noch Fleisch, für einen lustigen Roman zu unlustig und für ernstzunehmende Fantasy hat er zu wenig Atmosphäre.

Für seine Ebenezum-Trilogie, deren erster Band dieses Buch ist, sucht sich Craig Shaw Gardner eine seltsame Situation aus: Ein Magier, der aufgrund eines Fluches gegen Magie allergisch geworden ist und nun eine Heilung suchen muß. Aus diesem Grund machen sich der Magier Ebenezum und sein Lehrling Wuntvor auf, um die Stadt Vushta aufzusuchen. Auf ihrer Reise stoßen sie auf die merkwürdigsten Gestalten, so zum Beispiel auf Hendrek, der dem Dämon Brax eine verzauberte Keule abgekauft hat, aber in dem Vertrag das Kleingedruckte übesah und jetzt verpflichtet ist Miete für die Keule zu bezahlen: Er muß kleine Königreiche vernichten oder Prinzen stürzen usw. Aber er versucht diesen Zahlungen zu entkommen und muß sich deshalb ständig mit Brax auseinandersetzen. Sie treffen aber auch auf einen aus den Niederhöllen verdammten Dämon, der nur die Wahrheit sagt und deshalb als Mönch in der normalen Welt leben muß.

Die Story des Buches ist schon absurd genung, so das es nicht weiter schwer fällt lustig zu schreiben. Jedoch gelingt es Gardner nicht die Atmosphäre aufzubauen, die für einen solchen Roman nötig ist. Es gibt zwar saukomische Teile, zum Beispiel Wutvor als „Wehrhuhn“, aber insgesamt unterhalten die Verbindungen zwischen diesen Passagen nicht so gut, wie bei Pratchett. Dieser Roman ist weder Fisch noch Fleisch, für einen lustigen Roman zu unlustig und für ernstzunehmende Fantasy hat er zu wenig Atmosphäre. Da er jedoch nur den Anfang eines Zykluses darstellt, der noch viel Potential bietet hat er sich dennoch seine 3 Punkte verdient.

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