Eifel-Blues

, Teil 1

(grafit 1989, 253 Seiten, 978-3-89425-442-1)

Statt eines lokal angehauchten Krimis leider ein Spionage-Rohrkrepierer.

Bei einem Munitionsdepot in der Eifel wurden in einem Jeep ein ranghoher Soldat und eine junge Frau erschossen aufgefunden. Der Journalist Siggi Baumeister wird von seinem Chef mit Bonuszahlungen auf die Geschichte angesetzt, als er davon Wind bekommt und sie bei keiner Nachrichtenagentur zu finden ist.

Sobald Baumeister mit seinen Recherchen beginnt, geht für ihn der Ärger los: ein Geheimdienst scheint involviert, und als Baumeister sich nicht vertreiben lässt, wird er erst einmal zusammengeschlagen. Was ihn natürlich erst recht neugierig werden lässt.

Eifel-Blues hat mit ein paar guten Ideen eigentlich gute Voraussetzungen, ein ordentlicher Kriminalroman zu werden. Der Titel lässt hoffen, dass er eine deutliche lokale Note haben könnte, zumal Berndorf eine ganze Reihe solcher Eifel-Krimis geschrieben hat.

Leider fand ich diesen ersten Roman aus der Reihe ziemlich enttäuschend. Die beteiligten Personen, allen voran Journalist Baumeister, sind recht platt und wenig überzeugend dargestellt. Der Handlung fehlt etwas die Spannung, und dem Autor gelingt es auch nicht, ein lebhaftes und begeisterndes Bild seiner Heimat – der Eifel – zu zeichnen. Schade, aus diesen Voraussetzungen hätte man mehr machen können.

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