Dreifach (Triple)

(Signet 1980, 341 Seiten, 0-451-16354-0)

Spannender Spionageroman um einen nuklearen Wettlauf.

Als es sich Ende der 1960er Jahre abzeichnet, dass Ägypten Fortschrite bei der Entwicklung einer Atombombe macht, versucht Israel, ebenfalls Atomwaffen zu bauen. Doch es ist äußerst schwierig, unbemerkt eine hinreichende Menge spaltbaren Materials zu besorgen. Mossad-Agent Nat Dickstein versucht einen unmöglichen Plan: Er will während eines Schifftransportes unbemerkt 200 Tonnen spaltbaren Materials stehlen.

Mit Triple hat Follett einen spannenden Spionageroman geschrieben, in dem er sehr schön das Gegeneinander von KGB, Mossad, ägyptischem Geheimdienst und einer Terroristengruppe schildert. Die eigentliche Sinnlosigkeit des Konflikts (dafür, dass Triple am Ende der 1970er Jahre spielt, ist es erstaunlich, fast erschreckend, aktuell) beschreibt der Autor schön daran, dass sich einige der beteiligten Personen von früher gut kennen und aus den ehemaligen Freunden nun Gegner geworden sind. Einzig die häufigen Szenenwechsel lassen die Handlung etwas hektisch wirken. Ohne Triple als schlecht darstellen zu wollen – bis heute hat sich Follett in seinen späteren Büchern noch ein ganzes Stück gesteigert.

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