Alles in allem wenig spannend und für seine Platzierung in den Bestseller-Listen äußerst schwach.

Der erste Kriminalkommissar von Ystad, Kurt Wallander, bekommt Besuch von einem Mann, dessen Frau verschwunden ist. Wallander versucht zwar, ihn zu beruhigen, aber angesichts der Umstände ist ihm schon fast klar, dass die Frau wohl nicht mehr lebt. In dem Haus, das sie als Immobilienmaklerin zuletzt besucht hat, finden sich zunächst keine Spuren, doch kurze Zeit später brennt dieses Haus komplett nieder. Als einzige Spuren finden sich dort ein abgerissener Finger eines Schwarzen, die Überreste eines leistungsstarken Funkgerätes und eine Pistole aus südafrikanischer Fabrikation. Das Auto der Frau wird kurz darauf in einem nahe gelegenen Tümpel gefunden, ihre Leiche in einem Brunnen. Diese ganzen mysteriösen Ereignisse hängen mit dem Plan einer burischen Bruderschaft zusammen, die die Ermordung Nelson Mandelas plant, um Südafrika ins Chaos zu stürzen und dadurch ihren eigenen Einfluss zu stärken. Doch erst das Zusammentreffen mit demjenigen, der zuerst der Mörder Mandelas werden sollte, dann jedoch selbst zum Gejagten wird, kann Wallanders Ermittlungen in diese Richtung führen.

Die weiße Löwin fand ich nach »Der Mann der lächelte«(wobei das später erschienen ist) ebenfalls mager. Die Grundidee – rassistisches Attentat in Südafrika – ist als Grundlage eines Buches gar nicht so schlecht gewählt, aber durch die Verbindung mit Schweden klingt die Handlung dann doch sehr weit hergeholt – warum sollte ein südafrikanischer Auftragsmörder zur Vorbereitung gerade nach Schweden beordert werden? Anscheinend nur, damit Kommissar Wallander überhaupt ins Spiel kommen kann. Dadurch geht sehr viel von der Südafrika-Problematik verloren. Schade. Weiterhin ist »Die weiße Löwin«an einigen Stellen ziemlich klischeehaft – der Russe, natürlich ein Säufer, ist der Böse;die Frau, die mit ihm zusammenarbeitet, hilft aus Mitleid der Entführten;und der Schwarze wird mit seinem Glauben an Geister als nicht ganz ernst zu nehmen dargestellt. Hinzu kommt die, wie auch schon in »Der Mann der lächelte«unsympathische Figur Wallanders.

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