Die Vermessung der Welt

(Rowohlt 2005, 302 Seiten, 9-783- 498-03528-0)

Bisschen wirrer Doppel-Möchtegern-Biographie-Roman.

Am Ende des 18. Jahrhunderts leben zwei große Forscher in Deutschland: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Humboldt reist um die Welt, um ferne Länder, fremde Kulturen und deren Wissen und Gebräuche kennenzulernen, während Gauß Mathematik betreibt, sich kurzzeitig in der Landvermessung betätigt und schließlich Astronom wird. Später treffen die beiden aufeinander.

Die Vermessung der Welt ist der Versuch, in einem Roman Episoden aus dem Leben zweier großer Forscher zu erzählen, was dem Autor nach meinem Geschmack nicht besonders gut gelungen ist. Die Schilderungen von Humboldts Reisen sind ganz nett zu lesen, wenn auch nicht übermäßig spannend geschrieben, Gauß hingegen wird als unverstandenes Genie überzeichnet, was auf die Dauer langweilt. Zudem behindert der Autor den Lesefluss dadurch, dass er sämtliche Dialoge in indirekter Rede im Konjunktiv schreibt, womit er jede Dynamik der Handlung im Keim erstickt. Insgesamt fand ich Kehlmanns Die Vermessung der Welt recht enttäuschend.

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