Die Stunde der Patrioten (Patriot Games)

, Teil 2

(Berkley 1988, 503 Seiten, 0-425-10972-0)

Bisschen langatmiger und recht platter Jack-Ryan-Roman.

Jack Ryan ist mit Frau und Tochter in London, um für sein neuestes Buch zu recherchieren. Die drei geraten dort durch Zufall mitten in einen Anschlag irischer Terroristen auf die walisische Königsfamilie. Jacks Soldatenausbildung schlägt sofort durch, und bevor er über sein Tun nachdenken kann, ist er zwar angeschossen, hat aber auch die Angreifer außer Gefecht gesetzt. Nachdem er wieder aus dem Krankenhaus entlassen und inzwischen von der britischen Königin zum Ritter geschlagen wurde, will er – wieder daheim in den USA – herausbekommen, was hinter dem Anschlag steckte: nach einem Mordanschlag sah die Aktion für Ryan nicht aus. Doch das macht ihn und seine Familie jetzt auch zum Ziel derer, die es auf die walisischen Royals abgesehen haben. Trotzdem setzt sich Ryan mit Bekannten bei der CIA in Verbindung, mit der er früher schon zusammengearbeitet hat, um Antworten zu finden.

Patriot Games basiert auf einer recht brauchbaren, wenn auch nicht sonderlich originellen Idee. Clancy hat daraus einen stellenweise spannenden, aber streckenweise auch etwas langatmigen Roman geschrieben – für 500 eng bedruckte Seiten ist die Handlung dann doch etwas dünn. Der Autor hat hier, wie auch in anderen Romanen mit Jack Ryan als Hauptfigur, einen etwas schwierig festzumachenden Schreibstil, ich würde ihn vielleicht beschreiben als teilweise recht erfrischend, aber ohne besonderen Tiefgang. Wer andere Romane aus der Reihe mag, wird sicherlich auch an Patriot Games Gefallen finden – mir persönlich liegen diese Romane nicht so. In mehrerlei Hinsicht fand ich Patriot Games allenfalls durchschnittlich.

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