Ganz schöner Krimi mit einem sizilianischen Kommissar.

Auf der Fahrt zu einer Beerdigung hat Commissario Salvo Montalbano von der Mordkommission in Vigàta auf Sizilien einen Unfall, bei dem ein Auto auf einer Landstraße vor einem Haus beschädigt wird. Ihm kommt die Szene komisch vor, und tatsächlich: bei einem inoffiziellen nächtlichen Besuch findet er in dem Haus eine Leiche. Er inszeniert einen anonymen Anruf, sodass er offiziell die Leiche entdecken und Ermittlungen beginnen kann, doch diese werden ihm bald entzogen. Montalbano macht sich jedoch auf eigene Faust weiter auf die Suche nach der Wahrheit, nicht ohne sich nebenbei auch noch um private Probleme mit seiner Verlobten zu kümmern.

Die Stimme der Violine hat mir, wie auch andere Romane aus Camilleris Reihe über Commissario Montalbano, recht gut gefallen. Der Autor schreibt einen spannenden und überzeugenden Kriminalfall mit einer interessanten Hauptperson: Salvo Montalbano ist ein überwiegend sympatischer Mensch, der sich auf der Suche nach der Wahrheit nicht von unfähigen und korrupten Vorgesetzten und Kollegen aufhalten lässt. Er ist allerdings sehr launisch, was im Beruf und im Umgang mit seiner Verlobten oft problematisch ist.

Für den Leser ist es manchmal schwierig, den Überblick über die vielen unterschiedlichen Personen der Handlung zu behalten. Auch würde ich während einer Diät von Camilleris Romanen abraten, da häufig von italienischen und sizilianischen Köstlichkeiten die Rede ist.

Insgesamt lassen sich Parallelen zu Dona Leons Brunetti-Romanen nicht leugnen, wenn auch der Ort er Handlung und die Personen natürlich andere sind.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben