The Unicorn Sonata

(Diana 1998, 185 Seiten)

Ein interessantes, aber nicht sonderlich spannendes oder atmosphärisches Buch.

Die kleine Joey macht nichts lieber, als ihre Zeit in dem kleinen Musikladen von John Papas zu verbringen. Sie hilft ihm, den Laden sauber zu halten und singt ihm die Musik vor, die in ihrem Kopf ist. Eines Tages betritt ein seltsamer Junge den Laden. Er demonstriert Papas ein merkwürdiges Musikinstrument, ein Horn, das eine überirdische Musik macht. Er will es gegen Gold eintauschen. Doch die eiserne Reserve des Händlers, der das Horn unbedingt haben will, reicht nicht aus, und der Junge verläßt den Laden wieder. Später in der Nacht hört Joey die Musik des Hornes wieder und folgt ihr durch die Straßen der Stadt. Dabei übertritt sie, ohne es zu merken, die Grenze in das Land Sheil’rah. Dort findet sie der Satyr Ko, der ihr das Land zeigt. Dabei trifft sie auch auf die Ältesten, Einhörner, deren Augen überwachsen sind und die die Welt um sich nur noch in Schatten wahrnehmen. Nach einer Zeit kehrt Joey wieder in ihre Welt zurück, doch Sheil’rah hält sie weiterhin gefangen. Sie begibt sich abermals dorthin und fängt nun an, sich noch mehr für das Land zu interessieren. Dabei versucht sie, das Geheimnis des Jungen aus dem Musikladen zu lüften und den Einhörnern ihr Augenlicht wieder zu geben.

Das Land, das Beagle als Parallelwelt zu unserer Welt beschreibt, ist faszinierend und böte Stoff für viele Geschichten um Weltenwanderer, Einhörner und Musik. Beagle schafft es jedoch nur in Ansätzen, dieses Potenzial zu nutzen. Die Charaktere wirken zwar nicht unglaubwürdig, aber es bleibt eine gewisse Distanz des Lesers zum Geschehen. Die Story an sich kann auch nicht unbedingt vom Hocker reißen, was nicht stören würde, wenn die Inhalte konkreter oder eindringlicher vermittelt würden. Aber auch diese gehen dem Leser nicht wirklich nahe. Eine sachliche Interpretation würde zwar sicherlich einiges zu Tage fördern, jedoch bleibt dieses dem Leser zumeist verschlossen. Als dritter Punkt bliebe die Atmosphäre, welche jedoch auch nicht sonderlich überzeugend rüberkommt. Die Beschreibungen der Landschaft Sheil’rahs sind zwar detailliert, doch auch hier bleibt immer eine Distanz zwischem dem Buch und dem Leser.

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