Schöner Spionageroman im noch, aber nicht mehr lange, britischen Hong Kong.

Bevor Hong Kong 1997 von Großbritannien an China zurückgegeben wird, will China dort seinen Einfluss sichern. Die Mah-Jongg-Brigaden, eine Elitegruppe im chinesischen Geheimdienst, arbeitet an der Umsetzung eines Planes, der die chinesische Position dort unangreifbar machen soll. Währenddessen arbeitet der russische KGB darauf hin, die Finanzstruktur in Hong Kong nachhaltig zu stören, sodass China keinen großen Vorteil aus der zukünftig ehemlaligen britischen Kolonie ziehen kann. Beide Gruppen versuchen, bei den Planungen eines britischen Bankiers mitzumischen, der mit einer Wasserentsalzungsanlage Hong Kong von der chinesischen Wasserversorgung unabhängig zu machen.

Auch dieser Spionageroman von John Trenhaile hat mir gut gefallen. Mit den Plänen, die die beiden Geheimdienste hier schmieden, um aus den Geschäften um das Wasserwerk ihre Vorteile zu ziehen, hat der Autor eine überzeugende Geschichte gewählt, die er zu einem spannenden Roman ausgebaut hat. Wie es sich für einen guten Spionageroman gehört, sind die Beziehungen zwischen den Beteiligen Figuren etwas verwickelt, so ist auch die Frau des Bankiers involviert, aber im Ganzen wird angenehmerweise doch ziemlich klar, wer hier mit wem unter einer Decke steckt. Das Bild von der Umgebung hätte allerdings etwas detaillierter sein können, es bleibt leider recht stark auf die Finanzwelt fokussiert.

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