Grottenschlecht.

Roberto de la Grive landet 1643 als Schiffbrüchiger auf einem verlassenen Schiff. Neben vielen Vögeln sind auch reichlich Vorräte an Bord des Schiffs, und irgendwer kümmert sich auch um diese Vögel, ganz alleine kann Roberto auf dem Schiff also nicht sein. Doch der geheimnisvolle Unbekannte versteckt sich sehr gut, so schreibt Roberto über längere Zeit erst einmal seine Lebensgeschichte auf, bevor er eines Tages einen Raum voller Uhren an Bord des Schiffes findet.

So abstrus diese Handlung klingt, so wirr ist sie auch geschrieben. Zusammenhanglos hat der Autor die zwei Handlungsfäden zusammengeflickt, Spannung flackert auch nur müde zwischendurch einmal auf, um dann wieder sang- und klanglos zu erlöschen. Grausam. Bei diesem Roman Ecos hatte ich den gleichen ersten Gedanken wie bei seinem Werk Der Name der Rose: so etwas habe ich noch nicht gelesen. Allerdings war Der Name der Rose eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe, während Die Insel des vorigen Tages eines der schlechtesten war.Immerhin distanziert sich der Autor hier teilweise von dem, was er schreibt, indem er es als Erzählung Roberts und nicht als seinen eigenen Roman ausgibt. Nach Der Name der Rose und Baudolino hatte ich mit einem besseren Roman gerechnet und hatte leider nur Die Insel des vorigen Tages als Lektüre für eine längere Bahnfahrt eingepackt. Hätte das Buch nicht zwischendurch kurzzeitig etwas an Fahrt gewonnen (wenn das auch trügerisch war), wäre ich sehr versucht gewesen, den Schaffner um ein Kursbuch als alternativen Lesestoff zu bitten.

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