Wallander-Krimi, der zu einem viertklassigen Spionageroman verkommt.

In der Nähe von Ystad wird ein Rettungsboot mit zwei Leichen an die schwedische Küste gespült. Es spricht einiges dafür, dass die beiden von der anderen Seite der Ostsee stammen, und über den diplomatischen Dienstweg erfährt der ermittelnde Kriminalkommissar Kurt Wallander, dass es sich wahrscheinlich um lettische Staatsbürger handelt.

Aus Riga kommt Major Liepa zu Wallander, um ihn bei den Ermittlungen zu unterstützen. Leider kommen sie zu keinem Ergebnis und Liepa fliegt wieder heim, wo er kurz nach der Ankunft ermordet wird. Nun bittet die Polizei in Riga Wallander zur Hilfe, da die drei Morde wohl zusammenhängen.

Doch statt guter Zusammenarbeit erwarten Wallander Misstrauen, Korruption und eine verängstigte Witwe des Majors, Baiba Liepa, die Wallander schließlich auf inoffiziellem Wege um Hilfe bittet.

Hunde von Riga, der zweite Roman Henning Mankells über Kommissar Wallander, beginnt recht vielversprechend als Kriminalroman. Wenn auch die Handlung etwas wirr ist und die Hauptperson recht unsympatisch geschildert wird, so hat mir die erste Hälfte doch noch einigermaßen gut gefallen. Auch lernt man hier Baiba Liepa kennen, eine Frau, die in späteren Wallander-Romanen noch Erwähnung finden wird.

Leider entwickelt sich Hunde von Riga danach zu einem viertklassigen Spionageroman, in dem die zu Beginn aufgebaute Spannung wieder verloren geht und in dem auch die überzogen-negative Darstellung Lettlands nicht überzeugen kann. Schade – aus diesem Stoff hätte man mehr machen können.

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